Quelle:  Festschrift Unterbacher Schützenfest 2002 der St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach 1870 e.V.
 
Das Jahr 2001 war flur uns ein aufregendes Jahr. Es war im Wesentlichen geprägt von der neu erlassenen Richtlinie für Schießstände, die hier im Raum Düsseldorf von der zuständigen Behörde in voller Härte angewendet wurde. Fast alle vorhandenen Vogel-Schießstände wurden gesperrt, auch unser Schießstand war davon betroffen.
Am 27. März erschien die Polizeibehörde Düsseldorf mit einem Sachverständigen und teilte uns die erforderlichen Maßnahmen mit, die an unserer Schießanlage durchgeführt werden müßten und erließ ein sofortiges Schießverbot.
Es waren leider erhebliche Änderungen und Neuerungen, die erforderlich wurden und uns dann auch erhebliche Kosten verursachten.
Zur Information seien die nötigen Maßnahmen hier kurz aufgeführt.
Die im Schießschacht-Raum vorhandene Schalldämmung mit Schaumstoffplatten mußte gegen eine aus Heraklithplatten ausgewechselt werden. Die Schacht-Austrittsöffnungen mußten vergrößert werden. Die Seiten- und Trennwände am Geschossfang mußten ebenfalls mit Heraklithplatten verkleidet werden. Die Rückwand sollte aus 5 cm dickem, astfreiem Weichholz und einer dahinter befindlichen 10 cm dicken Textilienschicht bestehen. Die zu schießenden Objekte dürfen nicht auf senkrechten Stangen angebracht sein, sondern sind auf einer, aus der Rückwand kommenden, Gewindestange mit einer Kegelmutter zu befestigen. Um das gefahrlos ausführen zu können, mußte ein statisch berechneter Laufsteg mit beweglichem Geländer in entsprechender Höhe angebracht werden. Die Besonderheit waren allerdings die Lafetten. Damit erst gar kein Schuß mehr außerhalb des Beschußfeldes gelangen kann, mußten an den Schachtöffnungen so genannte Lafetten angebracht werden, in denen die Gewehre einzuspannen sind.
Gleich nach Erhalt des Berichtes vom Sachverständigen ging man emsig ans Werk, die geforderten Maßnahmen schnellstens auszuführen, um bis zum Schützenfest wieder die Schießerlaubnis zu erlangen. Dank des tatkräftigen und besonderen Einsatzes einiger Schützenbrüder ist uns dies auch gelungen. Der planmäßige. Verlauf des Schützenfestes schien somit sichergestellt.
Wenn wir auch wochenlang mit der Sanierung des Schießstand beschäftigt waren und ohne Übungsschießen und Schießveranstaltung auskommen mußten, nahm das Vereinsleben trotzdem weiter sein Verlauf.
 
Der umgerüstete Schießstand: An den Schachtöffnungen die angebrachten Lafetten zum Einspannen der Gewehre.
 
Unsere erste größere Zusammenkunft war die Generalversammlung am 21. Januar. Mit ihr endete die erste Amtsperiode des im Januar 1998 neu gewählten Vorstandes und somit standen Neuwahlen an.
Auf Grund der guten und erfolgreichen Zusammenarbeit wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Amtem bestätigt und wiedergewählt.
Die Positionen des 1. und 2. Schießmeisters mußten neu besetzt werden, die bisherigen Schießmeister mit Ende der Amtsperiode zurückgetreten sind. Neuer 1. Schießmeister wurde Gerhard Fuhrmann und Dieter Schumacher neuer 2. Schießmeister.
Neben unseren eigenen Festen und Veranstaltungen beteiligten wir uns ebenso an den Veranstaltungen der übergeordneten Verbände und unterstützten, wie immer, auch wieder das heimatliche Brauchtum. Mit zwei Mannschaften nahmen wir am Bezirkspokal-Schießen teil das am 13. Januar auf der 10 m Luftgewehrbahn in Hilden und am 21. Oktober auf der 50 m KK-Bahn in Benrath ausgetragen wurde. Von den 14 teilnehmenden Mannschaften erreichten wir den 6. und 7. Platz.
Ebenfalls am 13. Januar besuchte der Vorstand mit den Königsadjutanten und Ehrendamen die Prinzenkürung des Karnevalsausschuss und überbrachte die Glückwünsche der Schützenbruderschaft.
Am 27. Januar waren wir mit einer großen Abordnung zu Gast bei Titularfest der St. Seb. Bruderschaft Erkrath in der Stadthalle.
Ende Januar wurde auch mit dem Bau des Karnevalswagens begonnen. Bezogen auf das Motto „Man hört es schon von nah und fern, Unterbacher feiern gern“ und auf die vorangegangene Hochzeit unser Königspaares, baute man einen Wagen als Hochzeitskutsche und feierte symbolisch eine Schützenhochzeit. Die Jungschützen beteiligten sich mit an dieser Darstellung und gingen im Umzug, der am 25. Februar stattfand, als Blumenmädchen vor der Hochzeitskutsche.
 
Unser Karnevals-Wagen: Darstellung einer Schützenhochzeitsfeier mit einer nachgebildeten Hochzeitskutsche.
 
Die Stadt Düsseldorf hatte für den 17. März zu einer Dreck-weg Aktion aufgerufen. Mit fünf Mann haften wir Schützen uns an dieser Aktion beteiligt. Sämtlicher Unrat am Straßenrand, vom Kikweg bis zum Breidenplatz, wurde in blauen Säcken gesammelt.
 
Dreckweg-Tag: Mit Mützen, Handschuhen und Müllsäcken „bewaffnet“ beteiligten wir Schützen uns an der „Dreck-Weg-Aktion“ am 17. März.
 
Den Ball der Könige der IGDS am 21. April in der Rheinterrasse besuchten wir mit Königspaar, Adjutanten, Ehrendamen und Vorstand mit kleinem Gefolge.
Die Schützenwiese bzw. Schießstand mit Toilettenanlage wurden auch außerhalb des Schützenfestes wieder mehrfach genutzt.
Unser König, Stephan Bungard, hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass die von den beiden Erkrather Schützenkönige für den 1. Mai ins Leben gerufene Schießveranstaltung für einen guten Zweck in seinem Königsjahr auf unserer Schießanlage durchgeführt wurde. Der Erlös sollte der „Aktion Dunkelziffer“ zugute kommen. Mit eingebunden war auch das Unterbacher Kamevalsprinzenpaar, Elmo und Ingrid Keller, die bereits während ihrer Session den Grundstock von 10.000,- DM für diesen guten Zweck gelegt hatten.
Da unser Schießstand zwischenzeitlich gesperrt wurde, erwirkten wir eine Sondergenehmigung für das Schießen mit Luftgewehren. Die geplante Benefiz-Schießveranstaltung konnte somit programmgemäß stattfinden und sie wurde, trotz der Einschränkung nur mit Luftgewehren zu schießen, ein voller Erfolg. Es kam ein Betrag von 7.500,- DM zusammen. Ein symbolischer Scheck über diesen Betrag wurde dann auf dem Krönungsball beim Schützenfest an die Vertreterin des Vereins „Aktion Dunkelziffer“ überreicht.
 
Die Königspaare von Erkrath und Unterbach und das Karnevalsprinzenpaar bei der Schießveranstaltung für einen guten Zweck am 1. Mai.
 
Am 19. Mai feierte der Schützenbruder Lars Schweden seinen Polterabend in aufgestellten Zelten auf der Schützenwiese. Die Traktorfreunde um Alfred Niek hielten dort, am 26. und 27. Mai, das, schon traditionell gewordene, Traktorentreffen ab.
Unser König nahm am Bezirkskönigsschießen teil, das am 26. Mai auf der 50 m KK- Bahn in Benrath ausgetragen wurde und belegte von den 7 teilnehmenden Königen den 2. Platz. Ebenso trat er an, zum Stadtkönig-Schießen der IGDS, das am letzten Tag der Düsseldorfer Kirmes, am 22. Juli, stattfand und mit einer Armbrust ausgetragen wurde.
Mit dem Monat Mai begann für uns auch die Zeit der Ausmärsche zu den befreundeten Schützenvereinen. Wir waren zu Gast (am 5. Mai) in Hochdahl bei den Bürgerschützen, (am 13/14. Mai) in Hilden Meide­Kleef, (20/22. Mai) in Hassels, (2. Juni) in Hilden Walderweg, (10/11. Juni) in Hilden Seb. Bruderschaft, (15/16. Juni) in Erkrath Seb. Bruderschaft, (1/3. Juli) in Benrath, (8/10. Juli) in Eller-Reisholz, (19/20. August) in Hochdahl Sandheide, (26/27. August) in Erkrath bei den Bürgerschützen,(20. Oktober) in Hilden Jägerhof.
Unseren Familienausflug hatten‘wir auf Samstag, den 9. Juni festgelegt. Mit einer Busfahrt ging es in die Nordeifel. Zuerst nach Kommern zu einem gemeinsamen Frühstück mit anschließender Wanderung im Wildpark. Weiter ging es dann nach Einruhr zum Mittagessen und einer Bootsfahrt auf dem Rursee. Am Nachmittag wurde dann noch Station in Monschau eingelegt. Dort konnten eine Glasbläserei, ein Brauerei- und ein Handwerkermuseum besichtigt werden. Die Rückreise am Abend führte uns kurz durch Belgien und an Aachen vorbei, so daß wir gegen 21:00 Uhr wohlbehalten wieder in Unterbach waren.
 
Familienausflug am 9. Juni: Ein Großteil der Ausflügler beim Stadtbummel in Monschau.
 
An der Fronleichnamsprozession am 14. Juni nahmen wir Schützen in Uniform teil, trugen den Baldachin und gaben das Ehrengeleit für das Allerheiligste. An dem aufgebauten Altar auf der Schützenwiese konnte die Prozession auch wieder Station einlegen.
Um der Hl. Messe auf dem Schulhof in Unterfeldhaus und der Prozession mehr Ausdruckskraft zu verleihen, verpflichtete und stiftete unsere Bruderschaft eine Blaskapelle, was von allen Teilnehmern sehr begrüßend aufgenommen wurde.
 
Fronleichnamsprozession: Ankunft der Prozession mit der Blaskapelle an der St. Mariä Himmelfahrts Kirche.
 
Beim Heimatfest im Park von Haus Unterbach am 16. Juni waren wir Schützen ebenfalls in Uniform zugegen. Unter nachgeahmter Marschmusik waren wir zum Auftakt des Festes einmarschiert. Im Anschluß an die Begrüßung hatte unser Jungschützenhauptmann Thomas Bruckmann ein Fahnenschwenken vorgeführt. Die Schützenfrauen konnten unter einem aufgestellten Zelt wieder den beliebten Kaffee- und Kuchenstand betreiben.
Die herausragenden Ereignisse des Jahres waren natürlich wieder das Schützenfest und das Titularfest.
Das Schützenfestfand nach alter Tradition am 2. Wochenende im August, von Freitag, den 10. bis Montag den 13., statt
Der planmäßige Ablauf der Schießveranstaltungen war allerdings bis kurz vor dem Fest noch sehr gefährdet, denn erst am Montag vorher erhielten wir die Freigabe bzw. die Schießerlaubnis für den umgebauten Schießstand.
Für diesen Nervenkitzel wurden wir dann jedoch entschädigt, denn es war ein sehr gelungenes und harmonisches Schützenfest. Die Temperaturen waren nicht so extrem sommeriich warm wie in den letzten Jahren. Die Veranstaltungen waren gut besucht und hinterließen eine positive Resonanz. Angefangen mit dem Flaggenhissen als Eröffnung und der anschließenden Disko-Veranstaltung im Festzeit am Freitag. Der Diskjockey Reinhard Hunger aus Hilden hatte für alle Jahrgänge etwas zu bieten und so füllte sich dann auch im Laufe des Abends das Festzelt.
 
Ankunft
 
Schützenfest-Samstag: Ankunft des Regiments in Unterfeldhaus, Millrather Weg 35 zum Abholen des Königpaares Stephan und Claudia Bungard von der Wohnung.   Abholen des Königs 1969: Wie ähnlich sich die Bilder doch sind. Sie wurden vom selben Standpunkt aufgenommen. Esliegt nur ein kleiner Unterschied von 32 Jahren dazwischen. An gleicher Stätte wurde 1969 der König Heinz Erlenkämper, der Vater der Königin Claudia Bungard, abgeholt.
 
Abmarsch
 
Abmarsch des Regiments vom Millrather Weg 35 zur Kirche St. Mariä Himmelfahrt.
 
Am Samstag-Nachmittag um 17:00 Uhr hieß es für die Schützenbrüder Antreten in voller Uniform zum Abholen des Königs- und Prinzenpaares. Der Marsch führte nach Unterfeldhaus. Im Garten hinter dem Haus Millrather Weg 35 hatte der König alles bestens für einen Empfang vorbereitet. Für einen längeren Aufenthalt reichte leider die Zeit nicht, denn für 18:30 Uhr stand die Hl. Messe in St. Mariä Himmelfahrt auf dem Programm. Den musikalischen Teil der Messe hatte ein Bläser-Ensemble der Kapelle Christoph Gängel in besonderer Weise mitgestaltet, wofür es am Schluß einen spontanen Applaus gab.
Nach der Messe wurde am Denkmal ein Kranz für die Gefallenen und Verstorbenen der Bruderschaft niedergelegt. Die Gedenkansprache dazu hielt in hervorragender Weise unser Ehrenmitglied Heinz Kluth.
Der Schützenball am Abend mit den Showeinlagen des Wolfgang Petry Doubles (alias Pascal Krieger) und des Fanfarencorps SW Düsseldorf brachte den erwarteten Erfolg. Das Publikum ging begeistert mit. Es herrschte eine tolle Stimmung. Bis in die frühen Morgenstunden wurde zu den Melodien der Band „Nightliner“ noch getanzt und gefeiert.
Früh aufstehen hieß es am Sonntagmorgen für die Weckmänner und für das Tambourcorps Grafenberg, denn für 6:30 Uhr war das Wecken angesagt.
Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden Schützenbrüder und Förderer und Gönner geweckt. Eine Gruppe wurde angeführt von Jürgen Huhn, Thomas Schmidt, Lars Schweden und Gerhard Fuhrmann, die andere Gruppe von Achim Adenäuer und Dieter Schumacher.
Gegen 11:00 Uhr traf sich die ganze Schützenfamilie zum gemeinsamen Frühschoppen im Festzeit. Das Königspaar hatte hier zu einem Frühstücksbuffet eingeladen.
Zeitig ließ man den Frühschoppen ausklingen, denn bereits um 14:15 Uhr mußten die Majestätenpaare und der Vorstand für den Empfang der Ehrengäste wieder präsent sein.
 
Schützenfest-Sonntag: Empfang der Ehrengäste durch Vorstand und Königspaar im Garten des Landhotels Am Zault.
 
Könige, Vereinsvorstände, Politiker und sonstige Ehrengäste gaben sich im Garten des Landhotels Am Zault, bei musikalischer Untermalung, ein Stelldichein. Mit musikalischer Begleitung zog man zur Aufstellung des Festzuges auf den Vorplatz des Deutschen Supermarktes. Nach Abschreiten der Front durch Vorstand, Majestätenpaare und Ehrenmitglieder wurde, bei zunächst angenehmen Temperaturen, ein langer Festzug mit 3 Blaskapellen, 3 Tambourcorps, 1 Fanfarencorps sowie 14 Gruppen befreundeter Schützenvereine und Unterbacher Vereine auf den Weg gebracht.
 
Schützenfest-Sonntag: Abschreiten der Front durch Vorstand, Majestätenpaare und Ehrenmitglieder vor Abmarsch des Festzuges.
 
Die abschließende Parade fand wieder vor der Zault-Residenz auf der Vennstraße statt. Fünf Fahnenschwenker aus unseren eigenen Reihen führten vor Abnahme der Parade ein Fahnenschwenken vor.
In zwei Abteilungen, mit jeweiligem Einschwenken der Musikkapellen, paradierten die Festzugteilnehmer an der Ehrentribühne vorbei. Unsere Offiziere und die Fahnenabordnung, wie gewohnt, im Stechschritt!
Während die Ehrengäste nach dem Festzug zur Kaffeetafel am Königsthron geladen waren, fand für die Unterbacher Vereine und für die Schützenjugend auf dem Schießstand ein Pokal- und Ehrenvogelschießen statt.
Am Montagmorgen war für 10:30 Uhr das Ausschießen des Joachim Zech-Wanderpokals und das Auslosen und Ausschießen des Bürgervogels vorgesehen. Die Beteiligung ließ allerdings sehr zu wünschen übrig, dennoch wurden die Sieger ermittelt.
Den Joachim Zech-Pokal errang Markus Rutsch. Der Hauptpreis des Bürgervogelschießens (200,- DM) ging an Rolf Kallabis
Um 16:00 Uhr waren die Schützenbrüder dann wieder zahlreich und in voller Uniform zum Königs- und Prinzenvogelschießen erschienen.
 
Schützenfest-Montag: Zahlreich waren die Schützenbrüder und die Jungschützen zum Königs- und Prinzenvogelschießen erschienen.
 
Nach den neuen Vorschriften, darf für das Vogelschießen ein nur 4 cm dickes Weichholz verwendet werden. Damit der Königsschuß nicht zu früh erfolgte, wurde nach dem Pfänderschießen eine Verzögerungspause eingelegt. Nach einigen Schüssen auf den Rumpf war dann auch schon bald ein Ende abzusehen. Die gewohnte länger andauernde Spannung ging damit leider verloren. Bereits um 18:00 Uhr stand mit Dirk Homig der neue Jungschützenprinz fest. Und um 18:30 Uhr holte unser Geschäftsführer Herbert Löffelsender mit einem gezielten Schuß das Holz des Königsvogels von der Stange.
Pünktlich um 20:00 Uhr konnten die neuen Majestätenpaare zum Krönungsball ins vollbesetzte Festzeit eingeführt werden. Unter großem Jubel und lang anhaltendem Beifall wurden sie vorgestellt und begrüßt. Im Rahmen der Ehrungen erhielt unser Oberst Jürgen Huhn an diesem Abend eine besondere Auszeichnung. Für seine langjährigen Verdienste wurde ihm vom Bezirksbundesmeister Herbert Merkel das St. Seb. Ehrenkreuz verliehen.
Mit sehr lobend begleitenden Worten über die Schützenbruderschaft nahm unser Präses Msgr. Dechant Karl Klemens Kunst den Wechsel der Insignien vor und krönte Herbert und Helga Löffelsender zum neuen Königspaar und Dirk Hornig und Stephanie Fricke zum neuen Prinzenpaar. Der anschließende Große Zapfenstreich, der wieder sehr feierlich vom Blasorchester Christoph Gängel mit dem Tambourcorps Grafenberg vorgetragen wurde, beendete dieses Schützenfest.
Der Dienstag war wieder traditioneller Familientag. Nach den erforderlichen Abräumarbeiten im Festzeit am Vormittag, wurde gegen Mittag die nicht mehr wegzudenkende Erbsensuppe eingenommen. Am Nachmittag wurden dann am Schießstand Preise und Pokale ausgeschossen und ein neuer Blotschenkönig ermittelt. Für die Frauen gab es im Festzeit noch Kaffee und Kuchen. Erfolgreiche Schützen waren an diesem Tag Christian Borkowski, der den 1. Preis errang und Sarah Poth, die neuer Blotschenkönig wurde.
Das neue Königspaar ließ es sich nicht nehmen, das Bundesschützenfest am 9. September in Emmerich zu besuchen. Begleitet vom Adjutantenpaar Lars und Sabine Schweden nahmen sie die Eindrücke dieser Großveranstaltung mit nach Hause.
Mit der altbewährten Kinderbelustigung, dem Pistolen-Pfeilschießen, beteiligten wir Schützen uns wieder am Pfarrfest, das diesmal erst am 2. September stattfand.
Besonderes Glück hatten wir mit dem Termin für das Titularfest. Da der 3. November diesmal auf einen Samstag fiel, konnten wir genau am Hubertustag unser Titularfest feiern.
Es begann mit einer Hubertus-Messe um 18:30 Uhr, die wieder in hervorragender Weise von den Niederberger Jagdhornbläsern mitgestaltet wurde. Begleitet vom Tambourcorps Wiederhold aus Hilden und mit Pechfackeln ausgestattet, zogen wir nach der Messe zur Festhalle. In der festlich geschmückten Halle wurde den ca. 280 Gästen ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm geboten. Die Sängerin und Entertainerin Susan Kent verbreitete mit ihrer internationalen Gesangsshow eine fröhliche Stimmung. Der König und der Prinz wurden auf die Tanzfläche geholt und in die Show mit einbezogen. Die Beiden haben sich gut verkauft! Ein weiterer Garant für frohe Laune war wiederum das Fanfarencorps SW Düsseldorf, das zur Mitternachtsshow aufspielte. Bei der Tombola gab es diesmal 400 Preise zu gewinnen.
 
Titularfest: Die Entertainerin Susan Kent holt sich den König und den Jungschützenprinzen auf die Tanzfläche.
 
Im Rahmen der Ehrungen, die bei solch einem Fest nicht fehlen dürfen, erhielten die beiden neu ernannten Ehrenmitglieder Luise Weber und Clemens Borkowski die Urkunden überreicht. Luise Weber ist hiermit die erste Frau in unserer Bruderschaft, der solch eine Ehre zuteil wurde.
 
Titularfest: Die neu ernannten Ehrenmitglieder Luise Weber und Clemens Borkowski erhielten die Urkunden.
 
Weitere Auszeichnungen gab es für Ulli Emde, der den Hohen Bruderschaftsorden erhielt, Christian Thienert den Jugendverdienstorden in Bronze, Axel Rutsch den Jubelorden für 25jährige Mitgliedschaft, Gerhard Fuhrmann und Stephan Bungard das Hubertusabzeichen in Silber. Dieses Fest ist bei allen in bester Erinnerung geblieben.
Eine Auszeichnung der besonderen Art wurde unserem Ehrenmitglied Heinz Papendell zuteil. Für seine langjährigen Verdienste um das Brauchtum bekam er am 19. Dezember im Rathaus Eller die Verdienstmedaille der Bezirksvertretung 8 verliehen.
Leider gab es auch weniger erfreuliches, am 9. Dezember verstarb nach längerer schwerer Krankheit unser langjähriger Schützenbruder Rolf Holthaus.
Wie schon im Jahr davor, haften wir es uns auch diesmal wieder zur Aufgabe gemacht, einen beleuchteten Tannenbaum zum 1. Advent am Denkmal aufzustellen. Bei anhaltendem Regen wurde er am späten Nachmiftag des 29. November termingerecht aufgestellt und in den frühen Morgenstunden des 30. November leuchtete er in voller Pracht. Da waren wohl die Heinzelmännchen am Werk (unser Schützenbruder Gerd Fuhrmann hatte in der Nachtschicht die Lichterkette angebracht).
Die letzte Veranstaltung und größere Zusammenkunft der Schützenfamilie im zu Ende gehenden Jahr war die Weihnachtsfeier am 16. Dezember im Vereinshaus. Neben Königspaar, Präses und Ehrenmitglieder konnten wieder viele Kinder begrüßt werden. Der Nikolaus hatte mal wieder reichlich zu tun, die Eigenarten der Kinder zu beleuchten. Erfreulich war auch festzustellen, dass von den Kindern wieder verstärkt Gedichte oder Lieder vorgetragen wurden. Die vorweihnachtliche Stimmung auf dieser Feier wurde noch durch einen Auftrift von vier Schülern der Jugendmusikschule Erkrath (2 Trompeten, 2 Posaunen) musikalisch untermalt.
Zum Abschluß möchten wir uns bei allen bedanken, die zum Gelingen unserer Veranstaltungen beigetragen bzw. uns unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt den Majestätenpaaren, dem Königspaar Stephan und Claudia Bungard sowie dem Prinzenpaar Christian Borkowski und Nicole Budweg, die durch ihren Einsatz und ihrer sympathischen Ausstrahlung das Ansehen des Vereins weiter gestärkt haben. Dank aber auch an alle Schützenkameraden und ihren Familien, die sich für unsere Vereinsidee eingesetzt haben und mitgeholfen haben, das Geplante wirksam in die Tat umzusetzen. Besonders hervorheben möchten wir die erbrachten Leistungen am Schießstand, die ja erste Voraussetzung für einen planmäßigen Ablauf des Schützenfestes waren. Hierbei wurde wieder sehr deutlich, daß gemeinschaftlich doch einiges erreicht werden kann.
Aktualisierung: 11.04.2010 - 18:18 / Redakteur: Webmaster
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