2002

Quelle:  Festschrift Unterbacher Schützenfest 2002 der St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach 1870 e.V.
 
Im vergangenen Jahr hatten die Schützenvereine unserer Region mit der neuen Schießstandrichtlinie zu kämpfen. In diesem Jahr gerieten durch den Amoklauf des jugendlichen Sportschützen in Erfurt die Schützenvereine allgemein sehr in Mißkredit. Dieser Vorfall hatte gleich eine Verschärfung des Waffenrechts sowie eine Erhöhung der Altersgrenze zur Folge. Der größte Teil der Schützen befaßt sich jedoch mehr mit der geselligen Brauchtumspflege, als mit dem Umgang von Waffen.
Das Schützenwesen wird sehr oft auch als Sommerbrauchtum bezeichnet. Aber wie nachfolgend festzustellen ist, sind wir das ganze Jahr über aktiv und im Einsatz und das nicht gerade wenig.
Das Jahr 2002 begann für unsere Bruderschaft mit der Generalversammlung am 13. Januar. Weitere Mitgliederversammlungen wurden abgehalten im April, im Juni und im Oktober.
Gleich zu Beginn des Jahres stehen auch schon immer Veranstaltungen anderer Vereine und Gruppierungen an, denen wir durch langjährige Tradition verbunden und verpflichtet sind.
So besuchten wir am 5. Januar mit Vorstand, Königspaar und einer kleineren Abordnung die Prinzenkürung des Unterbacher Karnevals und überbrachten die Glückwünsche der Schützenbruderschaft.
Am 26. Januar waren wir zu Gast beim Titularfest der St. Seb. Bruderschaft Erkrath. Als Gegenbesuch für deren zahlreiche Teilnahme an unseren Festlichkeiten, sind wir dort auch mit einer großen Abordnung erschienen.
Weiterhin ist da unsere, mittlerweile nicht mehr wegzudenkende, Mitwirkung mit einem Wagen im Unterbacher Karnevalsumzug. Der Bau des Wagens steht dann ebenfalls immer zum Beginn des Jahres an. Da es 2002 eine ziemlich kurze Session war, der Umzug fand bereits am Sonntag den 10. Februar statt, blieb nicht viel Zeit für den Bau. Aber dennoch wurde er, wie bisher immer, termingerecht fertig. Auf das Motto bezogen „Die Mark ist weg, der Euro da, ein dreifach Unterbach IA!" stellten wir eine Unterbacher Bank (Eselsbank) dar, mit einem Esel als Wechsel-Bankomat. Die Jungschützen hielten sich ebenfalls an das Motto und gingen im Umzug, frei nach der Plus-Werbung, als - Die kleinen Preise. Im Nachhinein hörte man viel Lobendes. Die Presse berichtete sogar mit Text und Bild darüber.
 
Unser Wagen im Karnevalsumzug: Darstellung einer Unterbacher Bank (Eselsbank) mit einem Esel als Wechsel-Bankomat.
 
Als nächstes ein kleiner Rückblick auf die internen und betrieblichen Ereignisse.
Die Erfüllung unseres langjährigen Wunsches nach einer eigenen Luftgewehrbahn in Unterbach nahm in der Generalversammlung Gestalt an. Der Vorstand unterbreitete einen Plan zur Erstellung einer Luftgewehrbahn als Anbau an den Hochstand. Der Wegfall der senkrechten Vogelstangen, eine erforderliche Umrüstmaßnahme der neuen Schießstandrichtlinie, ermöglichte jetzt diese relativ kostengünstige Lösung.
Nach Prüfung der Gegebenheiten durch einen Schießstandsachverständigen und der Erstellung eines Gutachten sowie einer Besprechung mit allen zuständigen Behörden vor Ort erhielten wir Ende des Jahres die Baugenehmigung.
Im Jahr 2002 konnte wieder regelmäßig geschossen werden. Mit dem Ostereierschießen am Ostermontag wurde die Schießsaison für den Hochstand eröffnet. Ab dann war wieder jeden Sonntagmorgen ein Übungsschießen möglich. Besondere Schießtermine waren das Vatertagsschießen, das Ehrenpreisschießen für die befreundeten Vereine am 13. Juli, das Meisterschafts- und Vereinspokalschießen im August und September sowie das Abschlußschießen am 20. Oktober.
Die schon längst überfällige Erneuerung des Holzzaunes am Schießstand, sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt vor dem Schützenfest ausgeführt werden. Im Juni wurde dann ein neuer Zaun mit Pfählen und Brettern aus Tropenholz angebracht.
Da noch lange nicht alle Düsseldorfer Schützenvereine ihre Schießstände umgerüstet bzw. erneuert haben, war unsere Schießanlage für abzuhaltende Königsschießen sehr gefragt.
Es waren zu Gast, der Wilh. Tell Schützenverein Reisholz, Kompanien vom Seb. Schützenverein Wersten und Eller, ein ganzes Batallion sowie eine weitere Kompanie vom Seb. Schützenverein Düsseldorf 1316.
Mehrfach wurde die Schützenwiese für andere Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, z.B. für das Traktorentreffen, für einen Zirkus, für ein Märchentheater und, das wollen wir nicht vergessen, für die Geburtstagsfeier unseres Königs Herbert Löffelsender, der am 11. Mai seinen 50. Geburtstag in einem aufgestellten Zelt dort feierte.
 
50. Geburtstag des Königs: Viele Gäste konnte Herbert Löffelsender zu der Geburtstagsfeier am 11. Mai auf der Schützenwiese begrüßen.
 
Es gab auch viele Aktivitäten und Verpflichtungen, die nach außen hin wahrzunehmen waren.
Am Sonntag, den 3. März war der Vorstand mit Königspaar zur Einführung des neuen Ev. Pfarrers Pastor Carsten Kern zum Gottesdienst und anschließendem Empfang, in der Paul-Gerhardt-Kirche eingeladen.
In einem Grußwort überbrachte der Vorsitzende die Glückwünsche der Schützenbruderschaft und überreichte eine Unterbacher Chronik.
Dem Aufruf der Stadt Düsseldorf zur Dreckweg-Aktion folgten wir ebenfalls. Mit 3 Alt- und 2 Jungschützen haben wir uns am 16. März an der in Unterbach vom Bürger und Heimatverein organisierten Aktion beteiligt.
Mit dem Monat Mai begannen für unsere Bruderschaft wieder die Ausmärsche zu den Festlichkeiten der befreundeten Schützenvereine. Hier galt es, nicht nur mit einer entsprechenden Abordnung an den Schützenumzügen teilzunehmen, sondern auch die Krönungsbälle zu besuchen und dort die Glückwünsche der Bruderschaft zu überbringen. Von Anfang Mai bis Mitte September wurden insgesamt 12 befreundete Vereine besucht. 4 in Erkrath, 4 in Hilden und 4 in Düsseldorf.
Mit einer größeren Gruppe uniformierter Schützen nahmen wir an der Fronleichnamsprozession am 30. Mai teil, trugen den Baldachin und übernahmen das Ehrengeleit für das Allerheiligste. Die vorher abgehaltene Hl. Messe auf dem Schulhof in Unterfeldhaus und die Prozession wurden von einer, von unserer Bruderschaft gestifteten, Blaskapelle musikalisch mitgestaltet.
Es gab noch weitere kirchliche Veranstaltungen, bei denen unsere Präsenz in Uniform gewünscht wurde.
Am 16. Juni wohnten wir der Primiz-Messe von Kaplan Bernhard Seither, mit anschließendem Pfarrfest, bei und am 7. Juli der Messe für die Verabschiedung der Schwestern nach 50 Jahren in Unterbach.
Am 27. Oktober waren der Vorstand und das Königspaar zu Gast bei der Jubiläumsfeier zum 100jährigen Bestehen der kath. Frauengemeinschaft Unterbach. Zu den Feierlichkeiten gehörte ein Gottesdienst und ein anschließender Empfang im Jugendheim.
Mit einer Fußball-Mannschaft, überwiegend aus Jungschützen, beteiligte sich unsere Bruderschaft an den Festlichkeiten der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes des SC Unterbach am 7. September.
 
Fußballmannschaft der Jungschützen bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes des SC Unterbach am 7. September.
 
An der, vom Bürger- und Heimatverein veranstalteten, Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 17. November am Denkmal, nahmen wir mit Fahne und einer größeren Abordnung uniformierter Schützen teil.

Den Verbänden gegenüber, denen wir angeschlossen sind, hatten wir natürlich auch unsere Verpflichtungen wahrzunehmen.
Mit 2 Mannschaften nahmen wir am Bezirkspokalschießen teil, das in zwei Runden aufgeteilt war. Die erste fand am 2. Februar auf der Luftgewehrbahn in Hilden statt und die zweite am 29. September auf der 50 m KK-Bahn in Benrath. Im Endergebnis belegten wir den 4. Platz.
In der 2. Märzwoche ereilte uns eine traurige Nachricht, die uns alle sehr betroffen machte. Plötzlich und unerwartet war am 12. März der Bezirksbundesmeister Herbert Merkel verstorben. Unter großer Anteilnahme aller angehörigen Bruderschaften des Bezirksverbandes Düsseldorf-Süd wurde er am 21. März auf dem Hasseler Friedhof beigesetzt.
Den Ball der Könige der Interessen-Gemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine (IGDS) am 13. April in der Rheinterrasse besuchte das Königspaar mit Adjutanten, Ehrendamen und einem kleinen Gefolge.
Am 1. Juni hieß es für unseren König Herbert Löffelsender antreten zum Bezirkskönigsschießen, das wegen Umbauarbeiten an der 50 m KK-Bahn in Benrath, diesmal auf der Luftgewehrbahn in Hilden ausgetragen wurde. Zur Überraschung aller, wohl zur größten seiner selbst, ging er mit 29 Ringen von 30 möglichen als Sieger aus diesem Wettbewerb hervor und qualifizierte sich damit für das Bundeskönigsschießen.
Im Rahmen des Benrather Schützenfestes wurde er am Samstag, den 6. Juli mit großer Unterstützung durch die eigenen Schützenkameraden im Benrather Rathaus zum Bezirkskönig gekrönt. Hier wurde dann auch die Bezirksstandarte an unsere Bruderschaft übergeben, die im Laufe des Königsjahres immer zu den Ausmärschen innerhalb des Bezirksverbandes mitzuführen ist.

 
Bezirkskönig: Unser König Herbert Löffelsender wurde am 6. Juli im Benrather Rathaussaal zum Bezirkskönig gekrönt.
 
Das von der IGDS abgehaltene Stadtkönigsschießen fand am 21. Juli, dem letzten Tag der Düsseldorfer Kirmes, auf den Rheinwiesen statt. Nach langjähriger Tradition wird der Sieger in einem Scheibenschießen mit der Armbrust ermittelt. Hier war unser König leider nicht so erfolgreich wie einige Wochen vorher beim Bezirkskönigsschießen.
Das Chefschießen der IGDS wurde am 21. September auf der Schießanlage der St. Seb. Bruderschaft Ratingen-Tiefenbroich abgehalten. Die Chefs und die Obristen ermittelten ihre Sieger in einem Vogelschießen auf dem Hochstand. Unser 1. und 2. Chef errangen jeweils ein Pfand. Der Oberst ging leider leer aus. Es war nicht sein Glückstag.
Sehr erfolgreich waren dagegen unsere Jungschützen, sie gewannen am 28. September auf der Luftgewehrbahn in Hilden mit ihrer Mannschaft das Bezirkspokalschießen. Christian Thienert wurde sogar Einzelsieger.
Unter all diesen Verpflichtungen waren natürlich die eigenen Feste und das Bundesfest für uns die herausragendsten Ereignisse.
Unser Schützenfest, das von Freitag, den 9. bis Montag, den 12. August stattfand, konnte als sehr erfolgreich eingestuft werden. Trotz der laufenden Schulferien waren die Veranstaltungen gut besucht. Sorgen bereitete uns diesmal jedoch das Wetter. In der Schützenfestwoche hatte es nochmal sehr heftig geregnet, so dass die Schausteller Schwierigkeiten mit dem Rangieren der Kirmeswagen hatten und die Wiese dadurch etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. Während der Festtage blieb es jedoch von oben trocken, und der Schaden hielt sich in Grenzen.
Mit dem Flaggenhissen auf dem Neuenhausplatz am Freitag, den 9. August wurde das Schützenfest eröffnet. Anschließend war zu einer Disko-Veranstaltung ins Festzelt geladen.
Am Samstag, den 10. August hieß es um 16:45 Uhr für die Schützenbrüder antreten auf dem Festplatz, um den König Herbert Löffelsender und den Prinzen Dirk Hornig „Am Schwalbenberg 26" abzuholen.
Vor dem Haus hatte der König alles für einen Empfang vorbereitet. Die Nachbarn waren mit eingebunden und hatten ihre Vorgärten zur Verfügung gestellt. Frühzeitiges Aufbrechen war jedoch angesagt, um pünktlich zur Hl. Messe um 18:30 Uhr in der Kirche zu sein.
Der musikalische Teil der Messe wurde wieder in besonderer Weise vom Bläser-Ensemble der Kapelle Christoph Gängel mitgestaltet. Unter feierlichen Klängen hielten die Majestätenpaare Einzug.
Nach der Messe legten wir für die Gefallenen und Verstorbenen der Bruderschaft am Denkmal einen Kranz nieder. Die Gedenkansprache dazu hielt mit passenden Worten unser Ehrenmitglied Heinz Kluth. Zum besseren Verständnis hatte Schützenbruder Ulli Emde seine Funk-Lautsprecheranlage aufgebaut.
 
Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen: Ehrenmitglied Heinz Kluth hält die Gedenkansprache zur Kranzniederlegung.
 
Die Vorankündigung des Schützenball's als „Rheinischer Abend" hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir konnten gegen 20:00 Uhr in ein bereits sehr gut besuchtes Festzelt einmarschieren.
Der erste Programmpunkt mit dem Humoristen Willi Binzen brachte schon viel lachenden Beifall. Der große Renner jedoch war an diesem Abend der Auftritt der Düsseldorfer Mundartband „Halve Hahn". Sie begeisterten das Publikum und wurden nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne gelassen.
 
Schützenball: Gute Laune und freudige Stimmung verbreitete die Mundart-Band "Halve Hahn" beim Rheinischen Abend im Festzelt.
 
Ein fester Bestandteil des Schützenfestes ist das Wecken am Sonntagmorgen. Bereits ab 6:30 Uhr zog das Weckkommando mit dem Tambourcorps los, um Schützenbrüder sowie Förderer und Gönner mit klingendem Spiel zu wecken oder ein Ständchen zu bringen.
Für 11:00 Uhr hatte der König die Schützenfamilie zum Königsfrühstück ins Festzelt eingeladen. In gemütlicher Runde konnte sich für die folgenden Aufgaben des Tages gestärkt werden.
Lange ausdehnen ließ sich der Frühschoppen allerdings nicht. Bereits für 14:10 Uhr war der Empfang der Ehrengäste im Garten des Landhotels Am Zault angekündigt. Viele Könige, Vereinsvorstände, Politiker und sonstige Ehrengäste konnten hier begrüßt werden. Eine besondere Ehre war es für uns, den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Herr Joachim Erwin, und den Bürgermeister der Stadt Erkrath, Herr Arno Werner, begrüßen zu können.
 
Gipfeltreffen an der Ortsgrenze: Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin und der Erkrather Bürgermeister Arno Werner beim Empfang der Ehrengäste im Garten des Landhotels Am Zault.
 
Kurz vor 15:00 Uhr zog man dann mit musikalischer Begleitung zur Aufstellung des Festzuges auf den Vorplatz des Deutschen Supermarktes, wo sich bereits die Abordnungen der teilnehmenden Vereine eingefunden hatten.
Nach Abschreiten der Front durch Vorstand, Majestätenpaare u. Ehrenmitglieder setzte sich ein langer und farbenfroher Festzug in Bewegung.
Von den 13 teilnehmenden Gruppen ist die Mitwirkung der Reiterstaffel des Reitercorps der St. Seb. Bruderschaft Erkrath besonders hervorzuheben. Pferde sind immer wieder eine Bereicherung für einen Festzug.
 
Festzug: Die Reiterstaffel des Reitercorps der St. Seb. Bruderschaft Erkrath war eine großartige Bereicherung für unseren Festzug.
 
Krönender Abschluss des Festzuges war die Parade auf der Vennstraße vor der Zault Residenz. Zu Ehren der anwesenden Majestäten wurde vorher, von den Schützenbrüdern Thomas Bruckmann und Andreas Diering, ein Fahnenschwenken vorgeführt. In zwei Abteilungen, mit jeweiligem Einschwenken der Musikkapellen, paradierten anschließend die Festzugteilnehmer an den Majestäten vorbei.
Parade vor der Zault-Residenz: Vor Abnahme der Parade wurde ein Fahnenschwenken vorgeführt
 
Eine langjährige Tradition ist es nun schon, dass nach dem Festzug die Unterbacher Vereine, sowie der Karnevalsausschuß und der Montagsclub in einem Vogelschießen ihre Pokale ausschießen. Die Schützenjugend ermittelte in einem Mannschaftsschießen den Sieger für den Herbert Bürger-Gedächtnispokal. Unsere Jungschützen konnten diesen Pokal siegreich verteidigen. Während am Schießstand eifrig geschossen wurde, waren die Ehrengäste zur Kaffeetafel am Königsthron geladen.
 
Nach dem Festzug: Von der Kaffeetafel am Königsthron grüßt das Königspaar die Gäste im Festzelt.
 
Für den Montagmorgen stand für 10:30 Uhr das Ausschießen des Joachim Zech-Wanderpokals und das Auslosen und Ausschießen des Bürgervogels auf dem Plan. Wegen der rückläufigen Beteiligung der Schützenbrüder in den letzten Jahren wurde als besonderer Anreiz das Ausschießen des Vogue Pokals mit in das Montagmorgen-Programm genommen. Der Sieger erhält nicht nur den Pokal, sondern zusätzlich noch einen Geldbetrag von 100,- €.
Den Joachim Zech-Pokal errang Oberst Jürgen Huhn, den Vogue Pokal gewann der Jungschütze Thorsten Tönnies. Der Hauptpreis des Bürgervogelschießens (100,- €) ging an Anja Straeten.
Um 16:00 Uhr waren die Schützenbrüder sehr zahlreich zum Königs- und Prinzenvogelschießen erschienen.
Nach einer kurzen Ansprache des 1. Vorsitzenden begann man sogleich mit dem Schießen. Zunächst auf die Pfänder, diese erwiesen sich beim Königsvogel allerdings als sehr hartnäckig. Alleine für den rechten Flügel wurde über 1 Stunde benötigt. Beim Prinzenvogel ging es zügiger voran, bereits um 18:30 Uhr stand mit Christian Thienert der neue Jungschützenprinz fest. Der neue König ließ noch auf sich warten. Durch das länger dauernde Pfänderschießen kamen wir wieder in den gewohnten Ablauf, dass der Königsschuß bis zum Beginn des Krönungsballes noch nicht gefallen ist. So war es dann auch. Kurz nach 20:00 Uhr ertönte der Jubelschrei für den glücklichen Schützen Lars Schweden.
Im Laufe des Nachmittags hatten die Schülerschützen ihren Meisterschützen in einem Scheibenschießen an der Schießbude ermittelt. Nach 10jähriger Pause hatten wir mit Jens Barkemeyer wieder einen Schülerprinzen. Die Krönung wurde gleich am Schießstand vorgenommen.
 
Königsvogelschießen: Fachgespräch unter Schützenbrüdern während des Schießens (Dieter Schumacher u. Andreas Diering)
 
Gegen 20:45 Uhr wurden die neuen Majestäten am Landhotel Am Zault abgeholt und zum Krönungsball ins voll besetzte Festzelt eingeführt.
Unter großem Jubel und Beifall wurden sie begrüßt und vorgestellt.
Im Rahmen der Ehrungen wurden an diesem Abend zwei verdiente Schützenbrüder geehrt und ausgezeichnet. Ernst Wickfeld wurde für seine 40jährige Vereinstreue geehrt und mit dem Jubelorden bedacht.
Für seine langjährigen Verdienste um die Bruderschaft erhielt Oberst Jürgen Huhn aus der Hand des Ratsherrn Dirk Elbers den Schützenorden der Stadt Düsseldorf.
Die Krönung der neuen Majestäten nahm der Präses der Bruderschaft, Msgr. Dechant Karl Klemens Kunst, vor. Mit lobenden Worten und einigen Anekdoten zu den neuen Majestäten bereitete er den Wechsel der Insignien vor und krönte Lars und Sabine Schweden zum neuen Königspaar sowie Christian Thienert und Katja Hinz zum neuen Prinzenpaar.
 
Krönungsball: Jedes Jahr wieder, ein strahlendes neues Königspaar, während das scheidende Paar doch ein wenig traurig gestimmt ist.
 
Zu Ehren der neuen Majestäten spielte das Blasorchester Gängel mit dem Tambourcorps Grafenberg den Großen Zapfenstreich, der wieder sehr feierlich anzuhören war. Anschließend gab das Blasorchester Gängel noch ein musikalisches Bravourstück mit Trompetensolo zum Besten, bekannt unter dem Titel „Der alte Dessauer". Unter riesigem Applaus mußte Solotrompeter Christoph Gängel eine Zugabe geben. Mit diesem musikalischen Leckerbissen näherte sich ein sehr schönes Schützenfest dem Ende.
Beim Familientag am Dienstag ließ man es gemütlich angehen. Nach den erforderlichen Abräumarbeiten im Festzelt konnte wieder die traditionelle Erbsensuppe eingenommen werden und anschließend wurden am Schießstand weitere Preise und Pokale sowie ein neuer Blotschenkönig ausgeschossen. Erfolgreiche Schützen waren an diesem Tag Thomas Schmidt, der den 1. Preis errang und Ulli Emde, der neuer Blotschenkönig wurde.

Da der Bezirkskönig nun aus unseren Reihen kommt, wurde beschlossen, ihn mit einer größeren Gruppe am 15. September zum Bundesfest nach Paderborn-Delbrück zu begleiten.
Weil noch nicht allzuviele von uns ein Bundesfest miterlebt haben, wurde das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und ein Familienausflug dorthin organisiert. Die, die mitgefahren waren, haben es wohl nicht bereut.
Es war schon ein Erlebnis, einem Feldgottesdienst mit 30.000 Teilnehmern beizuwohnen oder in einem Schützenumzug mit 35.000 Schützen und 100 Musikkapellen mitzumarschieren. Besonders beeindruckend war die Anteilnahme und Begeisterung der Zuschauer am Straßenrand, die bei jeder vorbei ziehenden Gruppe applaudierten. Es gab allerdings auch viele herrliche Königspaare mit Hof- oder Ehrendamen zu bewundern. Auch unsere Teilnehmer, ob Damen oder Herren, hatten sichtlich Freude an diesem unterhaltsamen Festzug.

 
Bundesfest in Paderborn-Delbrück: Unsere Gruppe während des Festzuges. Jede vorbei ziehende Gruppe wurde mit viel Beifall bedacht.
 
Unser Titularfest feierten wir am 2. November. Es wurde sozusagen in den Hubertustag hinein gefeiert. Das Fest bestand wieder aus zwei Teilen, der Hl. Messe (Hubertus-Messe) in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt und dem Festball in der Mehrzweckhalle der Wichernschule. Kirche und Festhalle wurden am Vormittag festlich geschmückt. Durch Verwendung der weißen sternförmigen Deckendekoration des KA erschien die Halle in neuem festlichen Glanz.
Zum Auftakt der Feierlichkeiten wurde der König Lars Schweden, auf besonderen Wunsch, in einem Fackelzug mit musikalischer Begleitung von der Wohnung abgeholt.
Sehr ausdrucksstark präsentierten sich diesmal die Niederberger Jagdhornbläser in der Hubertus-Messe, da sie mit 8 Mann angetreten waren.
Um 20:00 Uhr marschierten die Schützen, Majestätenpaare und Ehrenmitglieder unter den Klängen des Tambourcorps Walther Wiederhold zur Eröffnung des Balles in die Festhalle ein.
 
Titularfest: Einmarsch der Majestätenpaare mit Adjutanten und Ehrendamen in die festlich geschmückte Mehrzweckhalle der Wichernschule.
 
Den ca. 290 Gästen wurde eine kurzweilige Unterhaltung geboten.
Im Showteil des Abends sorgte die Band „De Albatrosse" für eine riesen Stimmung. Erst nach drei Zugaben durften sie die Bühne verlassen.
Nach diesem Auftritt war es für das Fanfarencorps SW Düsseldorf allerdings schwierig die Stimmung noch zu steigern. Natürlich waren im Programmablauf des Abends auch wieder besondere Auszeichnungen und Ehrungen verdienter Schützen enthalten.
Gerhard Fuhrmann und Stephan Bungard erhielten das Silberne Verdienstkreuz und Axel Rutsch wurde mit dem Hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet.
Bei der Tombola gab es viele wertvolle Preise zu gewinnen. Insgesamt standen 300 Preise zur Verfügung.

Für die Adventzeit wurde von unserer Bruderschaft wieder ein beleuchteter Tannenbaum an traditioneller Stelle am Denkmal aufgestellt. Die geplante Aufstellung am 29. November mußte jedoch um einen Tag verschoben werden. Denn die, aus dem Garten des Hausmeisters der Wichernschule, zu entnehmende Tanne brach beim Fällen leider entzwei und konnte nicht mehr verwendet werden. Glücklicher Weise konnte von Haus Unterbach am nächsten Tag ein Ersatzbaum geholt werden.
Die letzte Veranstaltung und größere Zusammenkunft der Schützenfamilie im Jahr 2002 war die Adventfeier am 15. Dezember im Vereinshaus. Neben unseren Majestätenpaaren, dem Präses und den Ehrenmitgliedern konnten wieder viele Kinder begrüßt werden. Der Nikolaus hatte reichlich zu tun. Jedes der Kinder erhielt eine Tüte und für die anwesenden Frauen gab es ein kleines Präsent. Die vorweihnachtliche Stimmung auf dieser harmonisch verlaufenden Feier wurde durch den Auftritt des Bläserquartetts vom Hochdahler Gymnasium noch musikalisch untermalt. Mit dem Mitsingen haperte es allerdings ein wenig, nach den ersten Strophen wurde es immer leiser.
Zum Abschluss der Ausführungen möchten wir allen für die Mitwirkung bzw. für die Unterstützung im zurückliegenden Jahr unseren Dank aussprechen. Ein besonderer Dank gebührt dem Königspaar Herbert und Helga Löffelsender, die unserer Bruderschaft mit dem Erringen der Bezirkskönigswürde eine verstärkte Aufmerksamkeit nach außen hin verschafften. Dank aber auch dem Prinzenpaar Dirk Hornig und Stephanie Fricke sowie allen Schützenkameraden und ihren Familien, die sich für unsere Zielsetzungen eingesetzt haben.

Aktualisierung: 11.04.2010 - 18:20 / Redakteur: Webmaster
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