2006

Quelle:  Festschrift Unterbacher Schützenfest 2007 der St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach 1870 e.V.
 
Das Jahr 2006 stand für unsere Bruderschaft unter keinem besonderen Zeichen, aber dennoch lässt sich natürlich über einiges berichten. Kein Jahr ist wie das vorherige, jedes Jahr hat seine Eigenheiten. Von besonderer Bedeutung war allerdings für uns der Abschied von Msgr. Karl Klemens Kunst aus dem Pastoren-Amt in Unterbach. Die 32 Jahre, die er hier als Pastor tätig war, war er auch der geistliche Präses unserer Schützenbruderschaft.
Zunächst aber wollen wir einen Blick zurückwerfen auf die personellen und betrieblichen Geschehnisse in und um unsere Bruderschaft.
Mit der Generalversammlung am 22. Januar wurde das Jahr eröffnet. Besondere Beschlussfassungen oder Wahlen standen nicht an. Weitere Mitgliederversammlungen wurden abgehalten am 23. April, am 16. Juli und am 15. Oktober. Alle Versammlungen fanden in der Gaststätte Vereinshaus statt.
Im Mitgliederbereich hatten sich folgende Änderungen ergeben: den zwei Neuaufnahmen von Christoph Schultz und Gerd Gahlau stand der Austritt von Dr. Stefan Schrewe gegenüber. Unser Präses Msgr. Karl Klemens Kunst nahm zum 30. Juni seinen Abschied als Pastor in Unterbach und übersiedelte nach Wülfrath in den Ruhestand. Als neuer Pfarrer für Unterbach konnte Anfang September Vikar Suitbert Junior begrüßt werden. Neuer geistlicher Präses unserer Schützenbruderschaft wurde Diakon Georg Braun, der in der Oktoberversammlung vorgestellt wurde. Im April war Markus Rutsch von seinem Amt als 2. Schießmeister zurückgetreten. Bis zur nächsten anstehenden Wahl übernahm Dieter Schumacher kommissarisch diese Aufgabe.
An besonderen Auszeichnungen für verdiente Schützenbrüder sollte es in diesem Jahr auch nicht fehlen. Beim Titularfest bekam Udo Deuerlein den Schützenorden der Stadt Düsseldorf verliehen. Andreas Diering und Thomas Bruckmann wurden mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.
Beachtliche Erfolge wurden im Schießen erzielt, sowohl im KK- als auch im Luftgewehrschießen. Der im Vorjahr errungene Sieg beim „Internationalen Vergleichsschießen“ im Rahmen des Schützenfestes in Hilden-Meide konnte wiederholt werden, sogar mit einem gesteigerten Ergebnis von 596 Ringen von 600 möglichen. Beim Bezirkspokalschießen, das kombiniert auf der 10m Luftgewehrbahn und auf der 50m KK-Flachbahn ausgetragen wird, wurde wieder ein vorderer Platz erreicht. Um die Leistungen im KK-Flachbahnschießen zu verbessern, nahmen wir das Angebot der St. Seb. Bruderschaft Hilden an, auf deren neu erstellten Anlage einmal im Monat zu üben.

Die Schießergebnisse auf unserer Hochstandanlage sind seit dem Einbau des Glasdaches wesentlich verbessert worden, so viele Durchgänge beim Sternschießen um Pokale oder Preise wurden vorher nie erreicht.
Die Hochstandanlage wurde auch in diesem Jahr wieder mehrfach für Königsschießen von befreundeten Schützenvereinen oder Gesellschaften aus Düsseldorf in Anspruch genommen.

 
Glasdach am Hochstand: Durch den Einbau des Glasdaches wurden die Schießergebnisse beim Sternschießen wesentlich verbessert.
 
Ebenso war die Schützenwiese wieder eine beliebte Anlaufstelle für verschiedene Veranstaltungen; Traktorentreffen, Puppentheater oder Zirkus.
Durch die verregneten Schützenfeste der beiden letzten Jahre wurde die Wiese schwer in Mitleidenschaft gezogen. Um hier für die Zukunft vorzubeugen, wurden an den gefährdeten Stellen entsprechende Maßnahmen vorgenommen. In Eigenleistung wurden Gräben ausgehoben, mit Drainagerohren versehen und mit grobkörnigem Kies verfüllt, um somit eine bessere Ableitung des Regenwassers zu erreichen.
 
Arbeiten an der Schützenwiese: In Eigenleistung wurden Gräben ausgehoben, mit Drainagerohren versehen und mit grobkörnigem Kies verfüllt, um so eine bessere Ableitung des Regenwassers zu erreichen.
 
Bei unseren Freunden und Gönnern bedankten wir uns mit einem Schreiben für das bisher entgegengebrachte Wohlwollen und gaben ihnen einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten des Jahres. Wie in jedem Jahr waren neben den eigenen Veranstaltungen und Aktivitäten wieder viele Verpflichtungen nach außen hin wahrzunehmen. Es galt die Veranstaltungen der befreundeten Vereine und der übergeordneten Verbände zu besuchen sowie die freundschaftlichen Beziehungen zu den Ortsvereinen zu pflegen.
Gleich zu Beginn des Jahres, am 14. Januar, war unser Königspaar mit Adjutanten und Vorstand zu Gast bei der Prinzenkürung im Unterbacher Karneval. Es folgte das Titularfest der St. Seb. Bruderschaft Erkrath am 28. Januar, bei dem wir mit einer größeren Abordnung in Uniform zu Gast waren.
Natürlich beteiligten wir uns auch wieder mit einem Wagen am Unterbacher Karnevalsumzug, der am 26. Februar stattfand. In vielen Arbeitsstunden wurde beim Bauer Hanten in Erkrath der Wagen gebaut. Im Hinblick auf die Fußball-WM, die im Sommer in Deutschland stattfand, wurde eine Nachbildung des Berliner Olympia-Stadions mit den beiden Türmen und der Aufschrift „Die Welt zu Gast bei Freunden“ dargestellt. Die Mitwirkenden auf dem Wagen sollten in ihren Kostümen die verschiedenen Landestrachten der WM-Teilnehmer repräsentieren, als Parodie auf die dort abgesagte Eröffnungsgala.
 
Unser Karnevalwagen: Eine Nachbildung des Berliner Olympiastadions, als Parodie auf die dort abgesagte Eröffnungsgala zur Fußball-WM
 
Für Samstag, den 11. März hatte unser Bezirksverband, zur Ermittlung der Bezirksprinzen der Jung- und Schülerschützen, auf die Luftgewehrbahn in Hilden eingeladen. Parallel dazu waren auch die Vorstände und Schießmeister der Bruderschaften eingeladen, um den Heribert-Propach- und den Herbert-Merkel-Gedächtnispokal auszuschießen. Leider belegten unsere Vertreter diesmal nur 2. und 3. Plätze.
Samstag, den 25. März fand auf der Schießanlage des Bürgerschützenvereins Rath das Chefschießen der IGDS statt. Neben den früheren Teilnehmern wie 1. Chef, 2. Chef, Oberst und Platzmeister, waren diesmal auch die Schießmeister und Jungschützenmeister dazu eingeladen.
Schon sehr früh im Kalender begannen diesmal die Ausmärsche zu den Schützenfesten der befreundeten Vereine. Der erste Ausmarsch war bereits am 9. April zum Schützenverein Hochdahl-Sandheide. Zu diesem Zeitpunkt hat man mit Schützenfest eigentlich noch nicht viel im Sinn. Nicht nur weil der Termin eine Woche vor Ostern war, sondern weil es zu dieser Jahreszeit einfach noch zu kalt ist.
Mit dem traditionellen Ostereierschießen am Ostermontag, den 17. April wurde die Schießsaison für das KK-Schießen auf dem Hochstand eröffnet. Parallel dazu wurde auf der Luftgewehrbahn der Berni-Weber-Pokal ausgeschossen, den, zur Überraschung aller Anwesenden, die Schülerschützin Saskia Albert mit einem hervorragenden Ergebnis von 97 Ringen von 100 möglichen errang. Eine immer wieder gern besuchte Veranstaltung für die Königspaare ist der „Ball der Könige“ der IGDS, der am 22. April in der Rheinterrasse stattfand. Diesen Besuch ließ sich unser Königspaar mit seinen Adjutanten, Ehrenamen und Gefolge dann auch nicht entgehen.
 
Ball der Könige: Unser Königspaar bekommt vom stellv. Vorsitzenden der IGDS die traditionelle Ehrengabe überreicht.
 
Ball der Könige: Nach der einzelnen Vorstellung haben die Königspaare Aufstellung auf der Bühne genommen.
Im Monat Mai standen, wie immer, weitere Schützenfeste und Krönungsbälle von befreundeten Vereinen auf dem Terminkalender, bei denen unsere Präsenz gewünscht war.
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, den 25. Mai, war auf unserer Schießanlage ein Beisammensein für die ganze Schützenfamilie organisiert. Mit schießen, grillen, Bier vom Fass sowie Kaffee und Kuchen wurde von vielen dort der Vatertag verbracht. Leider zeigte sich der Frühling an diesem Tag nicht von seiner freundlichen Seite, es war kühl und regnerisch. Das sollte aber kein Hindernis sein, für solche Situationen haben sich die vereinseigenen Zelte schon sehr bewährt.
 
Vatertagsschießen: Bevor die Aktivitäten begannen, wurde wegen der naßkalten Witterung erst einmal ein Zelt aufgestellt.
 
Am Sonntagnachmittag des 11. Juni wurde Pastor Msgr. Karl Klemens Kunst mit einer feierlichen Messe und einem anschließenden Festakt in der Mehrzweckhalle der Wichernschule aus dem Pastoren-Amt in Unterbach verabschiedet. Für uns Schützen war es natürlich Ehrensache in Uniform an diesen Feierlichkeiten teilzunehmen. In einer Kutsche, im Geleit der Schützen, wurde er nach der Messe von der Kirche zur Festhalle gefahren.
 
Abschied von Pastor Kunst: In einer Kutsche, im Geleit der Schützen, wurde Msgr. Karl Klemens Kunst nach der feierlichen Messe zur Festhalle gefahren.
 
Zu den vielen Ansprachen die gehalten wurden, gab es auch viele Geschenke für ihn. Vorher wurde der Wunsch geäußert, dass ihm eine Unterstützung für seinen neuen Hausstand in Wülfrath sehr angenehm wäre. So überreichten wir, als Dank für seine langjährige Tätigkeit als geistlicher Präses unserer Schützenbruderschaft, eine große eingerahmte Schießscheibe, die in den Einschusslöchern mit Geldscheinen bestückt war. Zu dem Betrag des Vereins hatte noch jeder Schützenbruder einen Obolus beigesteuert, so dass eine größere Summe zustande kam.
 
Abschied von Pastor Kunst: Als Geschenk überreichten wir eine große eingerahmte Schießscheibe, die in den Einschußlöchern mit Geldscheinen bestückt war.
 
Die Fronleichnamsprozession am Donnerstag, den 15. Juni, wurde wegen drohendem Regen kurzfristig abgesagt. Den vorgesehenen Gottesdienst, mit der von uns bestellten Blasmusik, hatte man vom Schulhof in Unterfeldhaus in die Pfarrkirche nach Unterbach verlegt. Das Allerheiligste wurde in einer kleinen Prozession innerhalb der Kirche auf den Weg gebracht.
Im Rahmen des Benrather Schützenfestes fand am Samstag, den 1. Juli, die Krönung der neuen Bezirksmajestäten im Benrather Rathaussaal statt. Mit Vorstand, Königspaar und Bruderschaftsfahne wohnten wir dieser Zeremonie bei.
Zu einem Ehrenpreisschießen waren die befreundeten Schützenvereine für Samstagnachmittag, den 15. Juli, auf unsere Schießanlage eingeladen. Die Teilnehmerzahl solcher Schießveranstaltungen, die in früheren Jahren an Schützenfest nach dem Festzug abgehalten wurden, hat erheblich nachgelassen. Aber dennoch fanden die vielen bereitgestellten Preise ihre Gewinner.
 
Ehrenpreisschießen für befreundete Vereine: Freudestrahlend wird hier einer der Hauptpreise in Empfang genommen.
 
Unter hochsommerlichen Temperaturen fand am Sonntag, den 23. Juli, das Stadtkönigsschießen der IGDS statt. In Begleitung der Adjutanten und einiger Schützenkameraden ließ unser König es sich nicht nehmen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, der immer am letzten Sonntag der Düsseldorfer Kirmes stattfindet und nach alter Tradition mit einer Armbrust ausgetragen wird. Zur großen Überraschung belegte unser König Franz Folter hierbei den 4. Platz mit einem hervorragenden Ergebnis von 41 Ringen.
 
Tag der IGDS auf den Rheinwiesen: Im Wettbewerb um die Ermittlung des Stadtkönigs legt unser König, Franz Folter, mit der Armbrust an.
 
Das eigene Schützenfest kam nun immer näher. Von vielen, besonders aber vom Königs- und Prinzenpaar, wurde es voller Spannung erwartet. Es fand statt von Freitag, den 11. bis Montag, den 14. August.
Herrschten in den vergangenen Jahren meistens hochsommerliche Temperaturen an den Festtagen, so war es diesmal verhältnismäßig kühl, was sich dann auch sehr negativ auf den Kirmesbesuch auswirkte. Besonders in den Abendstunden fehlte der gewohnte Andrang an den Bierpavillons. Aber trotz der vielen Regenfälle hatten wir noch großes Glück, denn bei den meisten Freiluftveranstaltungen des Festes war es von oben trocken. Angefangen mit der Eröffnung am Freitagabend; nachmittags hatte es noch geregnet, aber zu Beginn des Flaggenhissens um 19.00 Uhr war es trocken. Viele Schützenkameraden und Zuschauer hatten sich dazu wieder am Neuenhausplatz eingefunden.
Am Samstagnachmittag hieß es dann für die Schützenbrüder antreten auf dem Festplatz, um für den Auftakt der Feierlichkeiten das Königspaar Franz und Renate Folter, das Prinzenpaar Jens Voss und Melanie Lyding sowie den Schülerprinzen Robin Theisen an der Wohnung des Königs am Wittenbruchplatz abzuholen.
 
Schützenfest-Samstag: Beim Abholen an der Wohnung schreiten Königspaar mit Hofstaat und den Jungschützenprinzen die Front des angetretenen Schützenregimentes ab.
 
Nach einer wohlklingenden Serenade der Blaskapelle Gängel hatte der König alle zu einem Umtrunk mit Imbiss ins Vereinshaus eingeladen. Nachdem man sich allgemein gestärkt hatte, ging es in einem kurzen Marsch zur Kirche. Dort stand für 18.30 Uhr die Teilnahme an der Hl. Messe zu Ehren der Lebenden und Verstorbenen unserer Bruderschaft auf dem Programm. Zelebriert wurde die Messe von Pastor Günter Ernst aus Erkrath und Diakon Georg Braun. Schützenbruder Elmo Keller und Jungschütze Sebastian Emde trugen die Fürbitten vor. Den musikalischen Teil hatte wieder das Bläser-Ensemble der Kapelle Gängel übernommen.
Nach der Messe wurde am Denkmal für die Gefallenen der Bruderschaft ein Kranz niedergelegt. Die Gedenkansprache hielt mit mahnenden Worten unser Ehrenmitglied Heinz Kluth.
 
Schützenfest-Samstag: Ehrenmitglied Heinz Kluth hält die Gedenkansprache zur Kranzniederlegung für die Gefallenenehrung am Denkmal.
 
Gegen 20.00 Uhr wurde ins Festzelt einmarschiert, um dort den groß angekündigten „Bunten Abend“ zu eröffnen. Die separaten Plakate hatten wohl doch Wirkung gezeigt, denn bereits beim Einmarsch war das Zelt schon sehr gut besucht. Die Band „Winfried Stark und seine original Steigerwälder“ hielt dann auch was sie versprach. Mit einem vielfältigen Programm aus Musik, Gesang, Show und Tanz war es ein gelungener Bunter Abend, der diese Bezeichnung durchaus verdiente. Eigens für diesen Abend wurde das Bier im Festzelt in 0,3 Ltr. Krügen ausgeschenkt.
 
Schützenfest-Samstag: Der „Bunte Abend“ im Festzelt mit dem Showprogramm der „Original Steigerwälder“ war eine gelungene, stimmungsvolle Veranstaltung.
 
Schützenfest-Samstag: Einlage von Ludwig Diering und Ingo Müller in zünftiger Tracht.
Schützenfest-Samstag: Auch die Kameraden an der Abendkasse waren bester Laune.
Der Schützenfest-Sonntag hatte wie immer ein volles Programm. Es begann bereits um 6.30 Uhr mit dem Wecken. Früh aufstehen hieß es da für die Kameraden des Weckkommandos und die Spielleute vom Tambourcorps. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden Schützenbrüder sowie Freunde und Gönner mit klingendem Spiel geweckt bzw. bekamen ein Ständchen gebracht.
 
Schützenfest-Sonntag: Schon früh am Morgen waren die Weckkommandos unterwegs um Schützenbrüder sowie Freunde und Gönner mit klingendem Spiel zu wecken.
 
Für den Vormittag hatte dann das Königspaar die ganze Schützenfamilie zu einem Frühstücksimbiss ins Festzelt eingeladen.
Lange ausdehnen ließ sich der Frühschoppen allerdings nicht, denn bereits um 14:00 Uhr mussten die Majestätenpaare und der Vorstand wieder präsent sein für den Empfang der Ehrengäste. Viele Könige und Vorstände von den befreundeten Vereinen, sowie Politiker und andere Ehrengäste hatten sich dazu im Garten des Landhotels Am Zault eingefunden. Besonders begrüßt wurden der 1. Bürgermeister von Düsseldorf, Dirk Elbers und der Bürgermeister von Erkrath, Arno Werner sowie das MdB, Karin Kortmann und das MdL, Peter Preuß.
 
Schützenfest-Sonntag: Prinz und König legen letzte Hand an sich an um für den Empfang der Ehrengäste bereit zu sein.
 
Schützenfest-Sonntag: Begrüßung der Ehrengäste, den 1. Bürgermeister von Düsseldorf, Dirk Elbers, den Bürgermeister von Erkrath, Arno Werner und das MdL Peter Preuß.
 
Schützenfest-Sonntag: Erfahrungsaustausch unter Königen.
Schützenfest-Sonntag: Musikalische Untermalung durch die Blaskapelle Gängel.
Schützenfest-Sonntag: Abschreiten der Front der Festzugteilnehmer durch eine lange Formation aus Vorstand, Majestäten, Ehrenmitgliedern und Ehrengästen.
 
Schützenfest-Sonntag: Vor der Parade; Majestäten und Ehrengäste in Erwartung auf die Dinge die da kommen.
Schützenfest-Sonntag: Fahnenschenk-Darbietung vor den Königen und Ehrengästen.
Schützenfest-Sonntag: Auch die Pferde gehen im Gleichschritt. Das Königspaar mit den Ehrendamen in der Kutsche.
 
Schützenfest-Sonntag: Das Jungschützenpaar mit dem Schülerprinz im Cabrio.
Schützenfest-Sonntag: Die große Abordnung der Schützenkameraden unserer Bruderschaft bei der Parade.
Schützenfest-Sonntag: Formation aus Bürger- und Heimatverein und Karnevalsausschuß bei der Parade.
Schützenfest-Sonntag: Spalier der Schützen zum Einmarsch der Majestäten und Ehrengäste ins Festzelt.
Schützenfest-Sonntag: Das Königspaar bei der Begrüßung im Festzelt.
Schützenfest-Sonntag: Gegen Ende der Parade zogen dunkle Wolken auf.
Mit musikalischer Begleitung zogen die Majestäten mit den Ehrengästen vom Zault zur Aufstellung des Festzuges auf den Supermarktvorplatz.
Nachdem eine lange Formation aus Vorstand, Majestäten, Ehrenmitglieder und Ehrengäste die Front der Zugteilnehmer abgeschritten hatte, setzte sich ein farbenfroher Festzug mit 3 Blaskapellen, 3 Tambourcorps und einem Fanfarencorps sowie den Gruppen der befreundeten Schützenvereine und einiger Unterbacher Vereine in Bewegung. In einer schönen und wohlgeschmückten Kutsche konnte das Königspaar den Festzug genießen. Das Prinzenpaar und der Schülerprinz fuhren gemeinsam in einem Cabrio.
Die abschließende Parade, als Höhepunkt des Festzuges, fand wieder vor der Zault-Residenz auf der Vennstraße statt. Vor der eigentlichen Parade führten die Schützenkameraden Lars Schweden, Thomas Bruckmann und Sebastian Emde ein Fahnenschwenken vor, das von den Zuschauern mit besonderem Applaus bedacht wurde. In zwei Abteilungen, mit jeweiligem Einschwenken der Musikkapellen, paradierten danach die Festzugteilnehmer an den Majestäten und Ehrengästen vorbei. Die einzelnen Gruppen wurden hierbei über Lautsprecher angesagt.
Schon während der Parade zogen dunkle Wolken auf, die sich dann kurz nach dem Einzug ins Festzelt in einem heftigen Gewitterregen entluden. Dieses Unwetter hatte die vielen Kirmesbesucher im wahrsten Sinne des Wortes vom Platz gefegt. Während die Ehrengäste zur Kaffeetafel am Königsthron geladen waren, fand später am Schießstand für die Unterbacher Vereine ein Vogelschießen um Pokale statt.

Der Montag stand zunächst wieder ganz im Zeichen des Schießens.

 
Schützenfest Montag: Die vereinseigenen Zelte haben sich an diesem Tag bewährt. Auf Grund der Wetterlage wurden sie bereits vor Beginn der Schießwettbewerbe aufgestellt.
 
Wie schon nach langjähriger Tradition wurde am Vormittag der Joachim-Zech-Wanderpokal ausgeschossen sowie das Auslosen und Ausschießen des Bürgervogels vorgenommen. Erfolgreich waren bei diesen Wettbewerben Thomas Schmidt, der das Pokalschießen für sich entschied und die Karnevalsprinzessin Friederike Beckers, die glückliche Gewinnerin des Hauptpreises des Bürgervogelschießens wurde.
Am Nachmittag, um 16.00 Uhr, waren die Schützenbrüder dann wieder sehr zahlreich zum Königs- und Prinzenvogelschießen erschienen. Von der Geistlichkeit konnte Pastor Günter Ernst und Diakon Georg Braun begrüßt werden, die dann anschließend auch die ersten Schüsse für Glaube, Sitte und Heimat auf den Königsvogel abgaben. Diakon Georg Braun konnte sich später sogar zu einem der glücklichen Pfänderschützen zählen.
Nachdem die begehrten Pfänder abgeschossen waren, wurde weiter intensiv auf den Rumpf des Vogels geschossen. Es sah nach einem frühen Ende aus, und man legte eine Verzögerungspause ein. Danach erwies sich der Königsvogel allerdings als besonders hartnäckig und hielt sich noch sehr lange mit einem kleinen Stück auf der Stange. Kurz vor 20:00 Uhr bereitete dann Rolf-Rüdiger Voss mit einem erlösenden Schuß dem, inzwischen von Regen begleiteten, Schießen ein Ende. Vorher konnten die Jungschützen schon ihren neuen Prinzen bejubeln, der diesmal mit Patricia Baumann eine Prinzessin ist. Die Schülerschützen hatten ihren Prinzen in einem Scheibenschießen auf der Luftgewehrbahn ermittelt, aus dem Pascal Küpper als Sieger hervorging.
 
Schützenfest-Montag: Tränen der Rührung und des Glücks bei der neuen Prinzessin der Jungschützen nach dem erfolgreichen Vogelschuß.
 
Schützenfest-Montag: Nach dem erlösenden Königsschuß entlud sich auch beim König die Anspannung.
Schützenfest-Montag: Die ersten Gratulanten stürmen herbei.
Schützenfest-Montag: Die Insignien sind gewechselt, das neue Königspaar in Amt und Würden.
Mit erheblicher Verspätung, kurz vor 21:00 Uhr, konnten die alten und neuen Majestätenpaare zum Krönungsball ins Festzelt eingeführt werden. Aus Zeitmangel und wegen anhaltendem Regen wurden sie gleich am Zelteingang in Empfang genommen.
Nach der Überreichung der Pfänderorden näherte man sich schon bald dem Höhepunkt des Abends, der Krönung. Die scheidenden Majestäten wurden mit einer Dankansprache vom 1. Vorsitzenden und viel anerkennendem Beifall verabschiedet. Die Krönung der neuen Majestäten nahm Diakon Georg Braun vor. Mit einer Anekdote aus einer alten Festschrift und würdevollen Worten zum Brauchtum der Schützen bereitete er den Wechsel der Insignien vor und krönte Rolf und Petra Voss zum neuen Königspaar, sowie Patricia Baumann zum neuen Prinz (Prinzessin) der Jungschützen und Pascal Küpper zum neuen Schülerprinz.

Gleich nach der Krönung wurde der Große Zapfenstreich gespielt. Als besondere Einlage spielte danach das Blasorchester Gängel noch ein musikalisches Bravourstück, eine Brillantpolka mit Trompetensolo, das mit tosendem Applaus bedacht wurde und eine Zugabe erforderte. Die Gratulationscour der Abordnungen unserer Gastvereine beendete dann den offiziellen Teil eines sehr feierlichen Krönungsballes.
Der Regen hatte auch diesmal seine Spuren hinterlassen. Die Wiese war zwar nicht so aufgeweicht wie im Jahr zuvor, aber ohne Traktorhilfe wären einige Schausteller nicht weggekommen. Das Zelt war bereits am Dienstag gegen Mittag abgebaut und somit nachmittags nichts mehr vom Schützenfest zu sehen. In einem Beisammensein mit Erbsensuppenessen, Kaffee und Kuchen sowie Schießen um Preise und Pokale, ließ man am Schießstand den Tag ausklingen. In die Liste der traditionellen Blotschenkönige konnte sich Markus Rutsch einreihen.
Mit der Krönung der neuen Majestäten begann das neue Schützenjahr. Die ersten Repräsentationsaufgaben für sie ließen nicht lange auf sich warten. Schon am Samstag, den 19. August, waren sie zu Gast beim Familienfest des KA auf Gut Ten Ofen, und für Sonntag, den 20. August, stand die Teilnahme und Mitwirkung beim Pfarrfest an. An der vorherigen Hl. Messe nahmen viele Schützenbrüder in Uniform teil.
Der Blick ging nun schon in Richtung Titularfest, das für Samstag, den 4. November, auf dem Programm stand. Zum Auftakt wurden die Majestäten mit Tambourcorps-Begleitung Am Zault abgeholt. Anschließend waren alle zu einem Umtrunk mit Imbiss in die Gaststätte Vereinshaus eingeladen. Um 18:30 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit der Hubertusmesse, die von den Niederberger Jagdhornbläsern musikalisch mitgestaltet wurde. In einem Fackelzug zog man nach der Messe zur Mehrzweckhalle der Wichernschule, um dort mit dem Festball die Feierlichkeiten fortzusetzen.
Unter den vielen Gästen und Ehrengäste konnte auch der Bürgermeister von Düsseldorf, Dirk Elbers, begrüßt werden, der an diesem Abend dann noch eine ehrenvolle Aufgabe vorzunehmen hatte. Mit einer lobenswerten Laudatio verlieh er den Schützenorden der Stadt Düsseldorf an unseren Schatzmeister Udo Deuerlein.

 
Titularfest: Verleihung des Schützenordens der Stadt Düsseldorf durch den 1. Bürgermeister, Dirk Elbers an unseren Schatzmeister Udo Deuerlein.
 
Weitere Auszeichnungen gab es an diesem Abend für die Schützenbrüder Andreas Diering und Thomas Bruckmann, die das Silberne Verdienstkreuz erhielten.
 
Titularfest: Die Schützenbrüder Thomas Bruckmann und Andreas Diering wurden mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.
 
Titularfest: Die siegreichen Schützen erhielten ihre Trophäen überreicht.
Titularfest: Das Königspaar in entspannter Laune beim Tanz.
Im Unterhaltungsteil des Festprogramms gab es dann Auftritte der Showtanzgruppe „Saltare“ des TV 05 Unterbach und der Stimmungssängerin Petra Jacobs. Ebenso konnten die Gäste wieder ihr Glück bei der beliebten Tombola versuchen.

Am Samstag, den 11. November, waren der Vorstand mit Königspaar und Gefolge Gäste bei der Auftaktveranstaltung im Unterbacher Karneval, dem Hoppeditz-Erwachen.
Ehrensache war es für viele Schützenbrüder, auch bei regnerischem Wetter, an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am Sonntagmorgen des 19. November am Denkmal teilzunehmen. Neben unserer Bruderschaft waren noch die Freiw. Feuerwehr, der MGV Liederkranz und der Kirchenchor mitversammelt. Die Gedenkansprache hielt Ratsfrau Regine Thum.
Für die Adventszeit wurde von unserer Bruderschaft wieder ein beleuchteter Tannenbaum am Denkmal aufgestellt. Zur besseren Verankerung des Baumes hatte die Bezirksverwaltung einige Zeit vorher eine Edelstahl-Hülse in den Boden einbringen lassen. Problemlos ließ sich der Baum in dieser neuen Vorrichtung aufstellen, das bereits am Samstag, den 25. November, vorgenommen wurde.
Mit der traditionellen Weihnachtsfeier am 3. Adventssonntag wurde das Jahr abgeschlossen. Neben dem Königspaar und den Ehrenmitgliedern konnte auch der neue geistliche Präses unserer Bruderschaft Diakon Georg Braun und der neue Pfarrer Suitbert Junior begrüßt werden. Natürlich freuten wir uns sehr über die Anwesenheit einiger Kinder und Enkelkinder, denn für sie hatte sich ja wieder der Nikolaus angesagt. Vorher wurden alle Teilnehmer, durch den Vortrag einer sehr schönen Adventsgeschichte von Clemens Borkowski und dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern, entsprechend eingestimmt.
Zum Abschluß sei an alle ein Wort des Dankes gerichtet für die geleistete Arbeit und die Unterstützung im zurückliegenden Jahr. Ein besonderer Dank gilt den Majestäten für die vielfältige und würdevolle Repräsentation unserer Schützenbruderschaft.

Aktualisierung: 15.07.2010 - 12:44 / Redakteur: Webmaster
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