2007

Quelle:  Festschrift Unterbacher Schützenfest 2008 der St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach 1870 e.V.

 

Das Jahr 2007 brachte einige Veränderungen. Vieles ist nicht mehr so wie es Mal war, sowohl inner-halb unserer Bruderschaft als auch bei den befreundeten Vereinen. Die Landschaft der Schützenver-eine in unserem Umfeld hat sich gelichtet. Einige Vereine existieren nicht mehr, andere mussten sich einschränken oder kleiner setzen. Einzelheiten dazu an anderer Stelle in diesem Bericht.  

Zunächst geht der Blick zurück auf die Ereignisse in unserer Bruderschaft.  Mit dem Jahre 2007 endete wieder eine dreijährige Amtsperiode des gewählten Vorstandes. Für den Jahresbeginn standen somit Neuwahlen an. Mit besonderem Interesse erwartete man daher die Generalversammlung, die für den 21. Januar anberaumt war.

Im Vorfeld hatten der 1. Kassierer Udo Deuerlein, der 1. Schießmeister Gerhard Fuhrmann, der 2. Geschäftsführer Axel Rutsch und der 2. Kassierer Lars Schweden von einer weiteren Kandidatur Abstand genommen. Alle anderen Vorstandsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden auf ihren Positionen bestätigt. Für das Amt des 1. Kassierers stellte sich Manfred Neumann zur Wahl, zum 1. Schießmeister wurde Thomas Bruckmann gewählt. Weil mit der Luftgewehrbahn das Schießpro-gramm umfangreicher geworden ist, wurden zur Unterstützung zwei weitere Stellvertreter vorge-schlagen. Gewählt wurden dazu Dieter Schumacher  und  Rolf  Voss.  Zum  2. Geschäftsführer wurde Kai Baar gewählt. Neuer 2. Kassierer wurde Stephan Bungard und mit der Wahl von Franz Folter jun. zum neuen 2. Platzmeister waren alle Postionen besetzt.

Die weiteren vierteljährlichen Versammlungen wurden im April, im Juli und im Oktober abgehalten.

Bedauerlich ist, dass in keiner der Versammlungen über Neuaufnahmen abgestimmt werden konnte.

In der Oktoberversammlung wurde über die Ernennung von Gerwald van Leyen zum Ehrenmitglied der Beschluß gefasst, der dann beim Titularfest die Urkunde erhalten sollte.

Leider haben wir auch wieder einige Mitglieder verloren. Drei Mitglieder sind aus der Bruderschaft ausgetreten. Durch Tod sind von uns gegangen: Ehrenmitglied Heinz Kluth, der am 21. Juni verstarb und Dr. Gerhard Thor, der am 23. September verstorben ist. Dem entgegen gab es aber auch lang-jährige Mitgliedschaften zu würdigen und Auszeichnungen für besondere Verdienste vorzunehmen. Eine Ehrung für 50jährige Mitgliedschaft wurde unserem 2. Vorsitzenden Ludwig Diering zu teil und Udo Deuerlein wurde für seine 25jährige Mitgliedschaft geehrt.

Für besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Der 1. Geschäftsführer Hartmut Albert mit dem Hohen Bruderschaftsorden, Franz Folter sen. mit dem Silbernen Verdienstkreuz und Jungschütze Jens Barkemeyer mit dem Jugendverdienstorden in Bronze.

Auch im Jahr 2007 konnten wir uns über Zuwendungen und Spenden freuen, die wir satzungsgemäß verwendeten.  An dieser Stelle ein herzliches Dankesschön an alle, die uns in besonderer Weise unter-stützt  haben.

Zu unseren jährlich bekannten Verwendungen, wie die Durchführung eines Schützenumzuges, die Stellung der Blasmusik für die Fronleichnamsprozession, für die Schützenfestmesse und für die Hubertusmesse zum Titularfest, kamen diesmal noch weitere besondere Verwendungen hinzu.

Damit die Jungschützen beim Luftgewehrschießen eine vernünftige Aufenthaltsmöglichkeit haben, wurde im rückseitigen Bereich unserer Schießstandanlage ein Blockhaus aufgestellt. Eine neue Jung-schützenfahne mit dem Bilddruck der kath. Kirche wurde in Auftrag gegeben. Für die Schmückung des Ortes zum Schützenfest wurden weitere Bannerfahnen in grün/weiß angeschafft. An der Neuge-staltung der Weihnachtskrippe in der Kirche mit neuen größeren Krippenfiguren, beteiligte sich unsere Bruderschaft mit den Kosten für eine Figur der Hl. Drei Könige.

Es waren aber auch unvorhersehbare Ausgaben zu bewältigen.

Nach Einreichung der Steuererklärung wurde uns eröffnet, dass wir umsatzsteuerpflichtig sind und sogar eine erhebliche Nachzahlung leisten mussten.

Erwähnt sei auch die spontane, notwendige Aktion, dass der Kirmesplatz für die Schützenfesttage überhaupt begehbar wurde.

 

Das als Aufenthaltsraum gestaltete Blockhaus hinter der Schießanlage.

Mit einem Schreiben bedankten wir uns bei den Sponsoren für das bisher entgegengebrachte Wohlwollen und gaben ihnen einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen und die Aktivitäten des Jahres.

Die Aktivitäten waren wieder sehr vielfältig, nicht nur innerhalb der Bruderschaft, sondern wie immer, waren auch viele Verpflichtungen nach außen hin wahrzunehmen, bei den befreundeten Vereinen, den Verbänden, denen wir angehören und nicht zu vergessen, die heimatliche Brauchtumspflege.

Zum Beginn des Jahres waren die Veranstaltungen des Unterbacher Karnevals zu besuchen, mit Prinzenkürung am 13. Januar, Prinzenball am 27. Januar und Bunter Abend am 4. Februar.

Wie schon seit vielen Jahren, beteiligte sich unsere Bruderschaft auch wieder mit einem Wagen am Unterbacher Karnevalsumzug, der am 18. Februar stattfand. Der Wagen war als Piratenschiff gestaltet, mit Masten und Segel ausgerüstet. Wir nannten uns „Piraten vom Unterbacher See“. Als Galionsfigur prangte deshalb auch ein Esel am Bug des Schiffes. Die Mitwirkenden auf dem Wagen präsentierten sich in schönen, farbenfrohen Piratenkostümen bzw. das Königspaar, als Gegenstück, in Kostümen als Edelleute.

 

Unser Karnevalswagen:

Darstellung eines Piratenschiffs, “Piraten vom Unterbacher See”.


Zeitgleich mit dem Prinzenball in Unterbach fand am 27. Januar das Titularfest der Seb. Bruderschaft Erkrath statt. Da unser Königspaar aber auch dem Unterbacher Karneval sehr eng verbunden ist, wollte es der dortigen Veranstaltung auch gerecht werden. Mit einer entsprechenden Abordnung wurde zuerst das Titularfest in Erkrath besucht. Später eilte dann das Königspaar zum Prinzenball nach Unterbach, wo es noch gebührend empfangen wurde.

Mit mehreren Interessenten waren wir am Mittwoch, den 7. Februar der Einladung des MDL Peter Preuß zu einer Landtagsbesichtigung nachgekommen, die aus einer Führung durch das Gebäude, einer Zuschauerteilnahme an der Plenarsitzung und einer anschließenden Diskussionsrunde mit Peter Preuß bestand. Mit inbegriffen war natürlich auch ein Frühstücksimbiss.

In den ersten Wochen des Jahres standen die Schießveranstaltungen des Bezirksverbandes und der IGDS an.

Die 1. Runde für das Bezirkspokalschießen war am Samstagnachmittag des 27. Januar auf der Luftgewehrbahn in Hilden zu absolvieren. Am Samstag, den 10. März fand an gleicher Stätte das Bezirksprinzenschießen statt.

Das Chefschießen der IGDS wurde am Samstag, den 24. März auf dem Hochstand des Seb. Schützenvereins Holthausen ausgetragen. In allen Wettbewerben wurden die Sieger in einem Vogelschießen ermittelt. Die Trophäen gab es dann beim Ball der Könige, der am Samstag, den 21. April im Radschlägersaal der Rheinterrasse stattfand. Dieser Ball ist für die Königspaare der angeschlossenen Vereine der IGDS immer wieder ein gehobener, niveauvoller Auftritt.

 

Ball der Könige:

Königspaar Rolf und Petra Voss beim Aufmarsch zur  Vorstellung der Königspaare.

Die eigenen Schießveranstaltungen begannen am Ostermontag, den 9. April mit der Eröffnung der Hochstand-Saison für das KK-Schießen und der Ermittlung des Siegers für den Berni Weber-Pokal auf der Luftgewehrbahn. Weitere Schießen fanden am Vatertag, sowie ein Ehrenpreisschießen für die befreundeten Vereine am 14. Juli statt.

Bereits im April begannen die Ausmärsche zu Schützenfesten befreundeter Vereine.

Wie schon am Anfang des Berichtes erwähnt, hat sich die Landschaft der von uns zu besuchenden Vereine verändert. Der Seb. Schützenverein Hochdahl-Sandheide hat sein Schützenfest vom 3. Sonntag im August auf das Wochenende nach Ostern verlegt und kann keine Kirmes mehr durch-führen. Der Bürgerschützenverein Hochdahl hält nur noch einen Krönungsball ab. Der Seb. Bürger-schützenverein Hilden-Meide, mit Schützenfest am 2. Sonntag im Mai, existiert nicht mehr als selbständiger Verein. Die verbliebenen Kameraden haben sich als Hubertus-Kompanie der Seb. Bruderschaft Hilden angeschlossen. Ebenso hat der Bürgerschützenverein Erkrath seine Vereinstätigkeit eingestellt. Der Schützenverein Walderweg Hilden besteht nur noch auf dem Papier. Die St. Augustinus Schützenbruderschaft Eller-Reisholz hielt ein Schützenfest in verkleinertem Rahmen ab, ohne Festzelt und Kirmes.

Es sind zwar weniger Ausmarsch-Termine für uns, aber es sind auch weniger Vereinsgruppen in unserem Festzug. Um dem entgegenzuwirken, wurde Verbindung zum Seb. Schützenverein Eller aufgenommen. Da deren Schützenfest-Termin, mit dem 1. Wochenende im Juni, in unser sonstiges Programm passt, nahmen wir mit einer entsprechenden Abordnung dort am Festzug und Krönungsball teil. Sie revanchierten sich und beteiligten sich mit einer Kompanie an unserem Festzug.

Zu den Besuchen der üblichen Schützenfeste, wollte unser Königspaar auch gerne am Bundesköni-ginnentag teilnehmen, der am 13. Mai in Nettersheim stattfand. In einem gecharterten Kleinbus fuhr eine Gruppe von 13 Personen unserer Bruderschaft dorthin und nahm an dieser beeindruckenden Großveranstaltung teil.

 

Bundesköniginnentag:

Unsere Gruppe im Festzelt nach dem großen Umzug beim Bundesköniginnentag in Nettersheim.

Im Juni standen weitere Aktivitäten beim heimatlichen Brauchtum an, bei  denen eine Mitwirkung der Schützen in Uniform gefragt war. Es waren die Teilnahme an der Hl. Messe zum Pfarrfest am 3. Juni, das Ehrengeleit in der Fronleichnamsprozession am 7. Juni sowie die Mitwirkung beim Heimatfest im Park von Haus Unterbach am 16. Juni. Bei der Station der Fronleichnamsprozession am Altar auf der Schützenwiese wurde die neu angeschaffte Jungschützenfahne von Pfarrer Suitbert Junior gesegnet. Beim Heimatfest wurde sie nochmals vorgestellt und dem 1.Vorsitzenden des Bürger- und Heimat-vereins, Manfred Peter, ein besonderer Dank ausgesprochen, für die Übernahme der Patenschaft bei der Segnung und für die ansehnliche Spende des Bürger- und Heimatvereins zur Anschaffung der Fahne.

 

Fronleichnam:

Segnung der neuen Jungschützenfahne bei der Station der Prozession am Altar auf der Schützenwiese.

 

Heimatfest:

Einmarsch der Schützen zum Auftakt des Heimatfestes im Park von Haus Unterbach.

Als letzte Verpflichtung vor dem eigenen Schützenfest war noch der Tag der IGDS am Sonntag, den 22. Juli, mit der Ermittlung des Stadtkönigs, wahrzunehmen. Unsere Jungschützen beteiligten sich an dem dort veranstalteten Luftgewehrschießen um Pokale und Preise.

Mit dem Monat August näherte sich unser eigenes Schützenfest, es fand von Freitag, den 10. bis Montag, den 13. August statt. Im Vorfeld wurden zur Ankündigung und zur Werbung für die Veran-staltungen Plakate und Transparente aufgehangen und die Straßen des Festzugweges mit Fahnen und Wimpelketten geschmückt. Ein besonderes Augenmerk galt den Wetterprognosen, da vorher in anderen Stadtteilen schon einige Schützenumzüge abgesagt wurden. Die Vorhersagen für das Wochen-ende waren beruhigend, aber an den Tagen davor öffnete der Himmel nochmals seine Schleusen, mit Dauerregen am Tag und in der Nacht. Diese Wassermassen hatte die Schützenwiese nicht mehr verkraftet. Der Eingangsbereich, zwischen Zelt, Bierpavillon und Imbisswagen, war auf breiter Front nicht mehr begehbar. Um das Schützenfest nicht zur Katastrophe werden zu lassen, musste hier gehandelt werden.  Kurzentschlossen wurde eine Ladung (30 t) grober Kies und Grünschnitthäcksel geordert. Besonderer Dank gebührt hierzu den Helfern, die diese kurzfristige Aktion möglich gemacht haben. Dank an die Transportfirma Adolfs aus Hilden, die den Kies angeliefert hat. Dank an Gerhard Hanten (Landwirt vom Heiderhof in Erkrath), der mit seinem Radlader den morastigen Boden beiseite geschoben und den Kies dort verteilt hat. Dank an Arno Marx (Gartengestalter), der den Grünschnitt-häcksel herangeschafft hat, der an den übrigen gefährdeten Stellen des Kirmesplatzes verteilt wurde.

Nach diesen Maßnahmen war der Platz am Freitagnachmittag bestens begehbar und das Schützenfest konnte starten, das am Abend nach langjährigem Brauch mit dem Flaggenhissen eröffnet wurde.


Schützenfest-Freitag:

Nach dem zweitägigen Dauerregen war der Kirmesplatz am Freitagvormittag unbegehbar.

 

Nach den kurzfristig vorgenommenen Maßnahmen mit Kies und Holzhäcksel konnte am Nachmittag das Fest problemlos starten.


Zum Abholen des Königspaares und der Jungschützenprinzen für den Auftakt der Feierlichkeiten am Samstag war diesmal nur ein kurzer Marschweg erforderlich, denn das Königspaar Rolf und Petra Voss hatten sich am Landhotel „Am Zault“ abholen lassen. Es folgten die Teilnahme an der Hl. Messe und die anschließende Gefallenenehrung am Denkmal. 

 

Schützenfest-Samstag:

Mit einer Vielzahl an  Schützenbrüdern wurde am Nachmittag losmarschiert, um das Königspaar abzuholen.

 

Schützenfest-Samstag:

Abholung des Königspaares am Landhotel Am Zault.

 

Festgottesdienst:

Die Schützenbrüder Elmo Keller und Matthias Theisen tragen die Fürbitten vor.  


Die Veranstaltung am Abend im Festzelt war als Oldie-Abend angekündigt. Für die musikalische Unterhaltung war die „Hochhaus Oldie-Band“ aus Hilden verpflichtet worden. Höhepunkt des Abends war allerdings der Auftritt der Entertainerin Edwina de Pooter, die mit ihrem Showprogramm das Publikum begeisterte. Die Schützenbrüder Ludwig Diering und Jürgen Huhn wurden in den Showauftritt mit einbezogen. Sie gaben ihr Bestes auf der Bühne und sorgten somit für zusätzliche Heiterkeit.

 


Schützenball:

Mitwirkung der Schützenbrüder Jürgen Huhn und Ludwig Diering beim Showauftritt von Edwina de Pooter. 

Schützenball:

Alle Gäste im Festzelt waren mit eingebunden, Ehrenmitglied Clemens Borkowski als Frontmann. 

 

Schützenfest-Sonntag:

Der Sonntag ist für viele Teilnehmer der anstrengendste Tag des Schützenfestes. Er begann bereits am frühen Morgen mit dem sogenannten „Wecken“, wobei Schützenbrüder, Förderer und Gönner mit einem Ständchen des Tambourcorps geweckt wurden. Nahtlos ging es über zum Königsfrühstück im Festzelt, das von der ganzen Schützenfamilie immer gerne als eine willkommene Stärkung angenom-men wird. Für 14:00 Uhr, am frühen Nachmittag, war der Empfang der Ehrengäste angesagt, an dem sich dann der Festzug mit der Parade anschloß. Nach der Begrüßung der Festzugteilnehmer im Festzelt begannen die Schießwettbewerbe auf dem Schießstand, die dann mit der Siegerehrung am Abend im Festzelt endeten. In gemütlicher Runde ließ man danach den Tag ausklingen. Die Jungschützen hatten sich für diesen Abend noch eine besondere Einlage ausgedacht. Auf Grund einer verlorenen Wette wurden dem Jungschützenmeister Andreas Diering die lang gewachsenen Haare abgeschnitten und zu einer Glatze rasiert.

 

Festzug: Das Pastorenteam marschierte mit im Festzug.

 

Festzug: Die Schützenbrüder Uli Emde und Christian Thienert mit den Blumenhörnern  vor der Königskutsche.

 

Festzug: In der Kutsche sitzend und freudig winkend genoss das Königspaar das Bad in der Menge.

 

Festzug: Die Jungschützen-Prinzessin und der Schülerprinz fuhren im Cabrio.

 

Festzug: Erstmals in unserem Festzug mit dabei, die Marinegesellschaft vom Seb. Schützenverein Eller.

 

Festzug: Die Ehrengäste aus der Politik gemeinsam in der Kutsche.

 

Festzug: Das Reitercorps der Seb. Bruderschaft Erkrath an der Spitze des Festzuges.

 

Parade: Oberst Jürgen Huhn und Hauptmann Thomas Schmidt im Stechschritt bei der Parade.

 

Siegerehrung: Die Sieger der einzelnen Pokalschießen der Unterbacher Vereine erhielten ihreTrophäen.

 

Siegerehrung: Die Sieger des Preisschießens auf der Luftgewehrbahn.

 

Sondereinlage: Wegen einer verlorenen Wette musste der Jungschützenmeister Andreas Diering seine Haare lassen.

 
Für den Montagvormittag stand das Ausschießen des Joachim Zech-Wanderpokals und das Auslosen und Ausschießen des Bürgervogels auf dem Programm. Den Joachim Zech-Pokal errang Uli Emde. Der Hauptpreis des Bürgervogelschießens ging an unseren Schützenbruder Norbert Schäfer. 

Am Nachmittag hatten sich die Schützenbrüder wieder am Schießstand eingefunden, um einen neuen König und Jungschützenprinz zu ermitteln. Begrüßt werden konnte dazu auch der geistliche Präses Diakon Georg Braun, der den ersten Schuß für „Glaube, Sitte und Heimat“ auf den Königsvogel abgab. Er hatte so ein großes Glück dabei, dass gleich der Kopf des Vogels abfiel und er somit wieder einen Pfänderorden errang.

Da sehr intensiv weiter auf den Rumpf der Vögel geschossen wurde, sah es nach einem sehr frühen Ende aus. Um dem vorzubeugen, wurde eine längere Verzögerungspause eingelegt. Der Prinzenvogel erwies sich dann auch als nicht besonders stabil, trotz der eingelegten Pause stand bereits um 18:30 Uhr mit Jens Voss der neue Jungschützenprinz fest. Beim Königsvogel ging es ebenfalls zügig voran,  da diesmal  vier  Kandidaten  weiter ernsthaft  auf  den Rumpf geschossen haben. Der Glückliche der Vier war letztlich unser 2. Vorsitzender Ludwig Diering, der gegen 19:00 Uhr mit einem gezielten Schuß den Vogel von der Stange holte. Für ihn erfüllte sich damit der gehegte Wunsch, zu seinem 50-jährigen Vereinsjubiläum nochmals die Königswürde zu erringen. Da es bereits das 3. Mal ist, darf er sich nun Kaiser nennen.

Wegen Ende der Schulferien hatten die Schülerschützen ihren Prinzen bereits am Sonntag in einem Scheibenschießen auf der Luftgewehrbahn ermittelt, aus dem Melina Emde als neuer Schülerprinz hervorging.

Der Krönungsball am Abend ist auch immer eine willkommene Gelegenheit um Ehrungen oder Auszeichnungen vorzunehmen. So wurde in diesem würdigen Rahmen Ludwig Diering für seine nunmehr 50-jährige Mitgliedschaft eine besondere Ehrung zu teil; und Franz Folter sen. wurde für seinen beispielhaften  Einsatz mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Mit würdevollen Worten bereitete unser Präses, Diakon Georg Braun, den Wechsel der Insignien vor und krönte Ludwig Diering und Andrea Müller zum Kaiserpaar, sowie Jens Voss und Melanie Lyding zum Prinzenpaar der Jungschützen und Melina Emde zur Schülerprinzessin.

Der anschließend gespielte Zapfenstreich erhielt durch die originalen, exakt vorgetragenen Kommandos vom Oberst eine besondere Note.

 

Krönungsball: Die glücklichen Pfänderschützen des Königsvogelschießens erhielten ihre Orden.

 

Krönungsball: Eine besondere Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft, wurde dem 2. Vorsitzenden Ludwig Diering zu teil.

 

Krönungsball: Franz Folter sen. wurde für seinen beispielhaften Einsatz mit dem

Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

 

Krönungsball: Unser Präses, Diakon Georg Braun, nahm die Krönung der neuen Majestäten vor.

Im September und Oktober fanden noch einige Schießveranstaltungen statt. Die Vereinspokale in den verschiedenen Klassen und die Endrunde um die Jahresmeisterschaft wurden ausgeschossen. Sonntag, den 23. September war die 2. Runde des Bezirkspokalschießens auf der 50 m KK-Bahn in Benrath zu absolvieren. Mit dem Abschlußschießen am Sonntag, den 28. Oktober endete die Saison für das KK- Schießen auf dem Hochstand.

Unser zweites herausragendes Ereignis, das Titularfest, konnte genau auf den Hubertustag am Samstag, den 3. November gefeiert werden. Es begann um 18:30 Uhr mit der Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. Vorher hatte das Kaiserpaar zu einem Umtrunk mit Imbiss in die Gaststätte Vereinshaus eingeladen. Nach der Messe fand der Festball in der Mehrzweckhalle der Wichernschule statt. Unter einer schönen herbstlichen Dekoration konnten dort etwa 270 Gäste begrüßt werden.

Auszeichnungen und Ehrungen fehlten auch diesmal nicht. Hartmut Albert erhielt vom Bezirksbundesmeister Detlef Krumpen den Hohen Bruderschaftsorden verliehen und Jens Barkemeyer wurde mit dem Jugendverdienstorden in Bronze ausgezeichnet. Udo Deuerlein wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Jubelorden bedacht. Im Rahmen der Ehrungen bekam das neu ernannte Ehrenmitglied Gerwald van Leyen die Urkunde überreicht.

Neben den vorgenommenen Ehrungen wurde den Festteilnehmern ein unterhaltsames Programm geboten. Zu dem humoristischen Vortrag vom „Feuerwehrmann Kresse“ gab es einen Auftritt der Cheerleader von der HSG Düsseldorf und dem TVU 05, sowie der Tanzgarde „Die Tanzmäuse“ aus Bilstein, die mit ihren akrobatischen Einlagen zu begeistern wußten. Ebenso konnten die Gäste ihr Glück bei der Tombola versuchen, oder zu den harmonischen Klängen der „City Band“ das Tanzbein schwingen.



Titularfest: Das Kaiserpaar mit den Repräsentanten der Jungschützen.

 
Im November standen die bekannten Verpflichtungen an, die wir dem heimatlichen Brauchtum gegenüber haben.

Mit einer größeren Abordnung wohnten wir der Karnevalsauftaktveranstaltung am 10. November bei, in der diesmal auch die Kürung des neuen Prinzenpaares vorgenommen wurde.

Mit einer Vielzahl uniformierter Schützen beteiligte sich unsere Bruderschaft an der vom Bürger- und Heimatverein organisierten Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag, die am 18. November am Denkmal stattfand.

Bereits am 24. November wurde diesmal der beleuchtete Tannenbaum für die Adventszeit von unserer Bruderschaft am Denkmal aufgestellt. Finanziell unterstützt wurde die Aktion vom neuen Karnevalsprinzenpaar, Günter und Diana Rothe, das bei der Aufstellung dann auch zugegen war.

Am Schießstand wurde die bereits bekannte Adventsbeleuchtung angebracht.

 

Tannenbaum zur Adventszeit:

Eine Woche vor dem 1. Advent wurde der beleuchtete Tannenbaum am Denkmal aufgestellt.

 

Weihnachtskrippe:

Die neu erstellte Krippenlandschaft mit den neuen größeren Figuren in der kath. Kirche.

 

Die letzte größere Zusammenkunft der Schützenfamilie im zu Ende gehenden Jahr war die Weih-nachtsfeier, die am 3. Adventssonntag im Vereinshaus stattfand. Weihnachtlich eingestimmt wurden die Teilnehmer durch den Vortrag einer Weihnachtsgeschichte von Clemens Borkowski und dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern, das von Julian Baumeister musikalisch auf dem Keyboard begleitet wurde. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Nikolaus, der wie immer, einige mahnende aber auch viele lobende Worte für die Kinder übrig hatte. Einige Kinder trugen ein Gedicht oder ein Lied vor.

 

Weihnachtsfeier:

Zur Freude des Nikolaus und der Anwesenden trugen einige Kinder ein Lied oder ein Gedicht vor.

Zum Abschluß gilt allen ein besonderer Dank für die geleistete Arbeit sowie für die Mitwirkung und Unterstützung bei den Veranstaltungen und den Aktivitäten im zurückliegenden Jahr.

 

Der Vorstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach 1870 e.V.

 

Aktualisierung: 15.07.2010 - 12:44 / Redakteur: Webmaster
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